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10.11.2016: Josef Holtkotte stellt sein neues Buch vor

"Nie aufhören zu leben"

Im Rahmen des Bundesfachausschusses "Kirche mitgestalten" berichtete Bundespräses Josef Holtkotte ausführlich von seiner jahrelangen Brieffreundschaft zu einer Ordensfrau, die als gebürtige Deutsche einen Großteil Ihres Lebens in den USA gelebt hat. Ein weiterer Reder war Franz Müntefering, dem Holtkotte das Buch im Rahmen der Veranstaltung auch überreichte.

(Text: www.kolping.de)

"Bundespräses Josef Holtkotte berichtete ausführlich von seiner jahrelangen Brieffreundschaft mit der 2009 im Alter von 90 Jahren verstorbenen Ordensfrau Sr. Consuelo Fissler OP, die als gebürtige Deutsche den größten Teil ihres Lebens in den USA verbracht hat und dort unter anderem als Krankenhausseelsorgerin tätig war. Für sie sei das bewusste (Er-)Leben des sogenannten 'Diminishment' Handlungsmaxime in jeder Lebensphase gewesen. Die englische Vokabel bedeute übersetzt 'Geringerwerden' und klinge zunächst wenig ermutigend, doch Sr. Consuelo sah darin eine große Chance für die zukünftige Betrachtung des Lebensweges. „Diminishment' solle nie als unveränderlicher passiver Prozess, sondern als bewusst und aktiv steuerbare Tatsache verstanden werden. Man habe keinen oder kaum Einfluss darauf, dass und unter welchen Bedingungen man älter werde, aber beinflussbar bleibe auch im Alter die Haltung zur Welt, zur Gesellschaft und zum Älterwerden selbst. Daher sei 'Diminishment' nie Abwertung eines Menschen, sondern immer herausfordernde Bestärkung des eigenen Menschseins. Die Fähigkeit des tiefgründigen Sehens, des inneren Wahrnehmens bleibe auch beim Geringerwerden erhalten und gebe Kraft in allen Veränderungen und Vertrauen in mancher Schwachheit.

Josef Holtkotte ermutigte auch dazu, belastende Lebenserfahrungen als Möglichkeiten zu sehen, die das eigene Leben weiterbringen können, auch wenn das viel Kraft und Haltung abverlange. Jeder könne im Rahmen seiner eingeschränkten Möglichkeiten seinen wichtigen und wertvollen Beitrag für die Gesellschaft in der Welt leisten, sei er noch so klein. Die biblische Erzählung von der armen Witwe (Mk 12,41-44) mache dies deutlich. In unserer Zeit, in der Menschen depressiv und krank werden, in der sie überlastet sind und keine Zukunft sehen, gelte es, Mut zu machen und den Pessimismus anderen zu überlassen. Dazu brauche es die Älteren, die Mut und Hoffnung aus ihrer eigenen Lebenskraft schöpfen und weitergeben könnten, ohne dabei die schwierigen Lebensfragen nach Krankheit, Einsamkeit, Glaubenslosigkeit oder Tod einfach zu übertünchen. Auch Adolph Kolping erkannte schon: 'Die Zukunft gehört Gott und den Mutigen.'"

Lesen Sie die gesamte Kolping-Meldung zum Bundesfachaussschuss auf www.kolping.de

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