Leibhaftig Leben

Bausteine zu einer "Körper-Theologie"

Helmut Jaschke

Kartoniert, 25. April 2019

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  • 1. Auflage
  • ca. 200 Seiten, 12,5 x 20,5 cm
  • ISBN: 978-389710-811-0

Zum Inhalt

Ja sagen zu mir in diesem Körper, der ich bin und den ich habe. Warum fällt dies vielen Menschen so schwer? Da spielt vieles mit, warum das so ist. Schönheitsideale, die von den Medien als Norm propagiert werden, wirken da zweifellos besonders verhängnisvoll. Aber nicht zuletzt spielt eine lange Tradition der Leibverachtung eine entscheidende Roll. Die Abwertung des Körpers als minderwertig ist nicht christlich, wurde aber leider in der christlichen Theologie aufgegriffen und hat weitreichende Wirkungen gehabt. Dies besonders dann, als diesem Leib noch zusätzlich die Sünde aufgeladen wurde, die im „fleischlichen Begehren“ ihren Ansatzpunkt hatte.

Die Geschichte des Körpers in der christlichen Tradition wenigstens in entscheidenden Phasen zu kennen, ist notwendig, um uns heute und unseren Umgang mit unserer Körperlichkeit zu verstehen. Denn wir sind von dieser Kultur geprägt, ob wir es wahrhaben wollen oder nicht. Aber der Blick muss auch nach vorne gehen. Denn der Körper, wir als Körper, vergehen, zerfallen. Und dann? Ist die Hoffnung auf eine "leibhafte" Auferstehung nur ein überholtes Relikt jüdisch-christlicher Spekulation? Oder trägt unser Körper vielleicht doch selbst in seinem Sosein Hinweise an sich, dass unsere Sehnsucht nach einem Leben ohne Begrenzung und Verfalle nicht sinnlose Spekulation ist?
Der letzte Teil des Buches will diese Frage aufgreifen, um auch im Blick auf das "Jenseits" den Körper als unverzichtbares Medium schätzten zu lernen.
Die Hoffnung ist, dass wir die tief verinnerlichte Abwertung des Körpers überwinden können, wenn wir sie uns als Erbe des Christentums bewusst machen.