20.06.2018: Neues Buch von Heinrich Wullhorst erschienen

Menschlich bleiben in Zeiten der Digitalisierung

Die Digitalisierung verändert unsere Gewohnheiten – privat wie beruflich – und das in einem Ausmaß und Tempo, wie es die Gesellschaft, und größer gedacht: die Menschheit im Allgemeinen zuletzt vielleicht in der Zeit der Industrialisierung zu Beginn des 19. Jahrhunderts erlebt hat – und verkraften musste. Längst nicht alle Veränderungen sind dabei zum Besseren des Einzelnen.

Immer wieder hört und liest man davon, dass Maschinen oder neue Computerprogramme die Arbeitsplätze ganzer Berufszweige gefährden oder diese Aufgaben bereits vollständig übernommen haben.

Gleichzeitig wird unsere Kommunikation miteinander zwar vielfältiger, dabei aber auch mittelbarer. E-Mails und Chats, statt des persönlichen Gesprächs, Videotelefonie rund um den Globus, statt eines persönlichen Treffens. Einerseits sind dies unbestritten Errungenschaften, auf die bei aller Kritik die wenigsten von uns wieder verzichten möchten.

Andererseits ist diese Kritik aber ebenfalls berechtigt: Eine mittelbarere Kommunikation führt mitunter auch dazu, Hemmschwellen abzubauen. Menschen werden nicht mehr als Individuen gesehen, mit der Betonung deutlich auf dem Wort ‚sehen‘. Beide Entwicklungen können im Zusammenspiel zu einem fatalen Ergebnis führen: Die anstehenden Umbrüche, gerade in der Arbeitswelt, lassen bei der Umsetzung die nötige Menschlichkeit im Umgang miteinander vermissen. Im Privaten kann man die sprachliche Verrohung, die offene Diskriminierung und den immer stärker zu Tage tretenden Rassismus in den Sozialen Medien oder den Kommentarspalten der Tageszeitungen als Indikatoren betrachten.

 

Menschlichkeit 4.0?

Die Frage ist also, wie es gelingt, in Zeiten der Digitalisierung menschlich zu bleiben? Was bedeutet ‚menschlich‘ in diesem Zusammenhang? Und warum ist Menschlichkeit überhaupt ein relevantes Kriterium, wenn man über die sogenannte "Industrie 4.0" spricht?

Auf all diese Fragen versucht Heinrich Wullhorst mit seinem neuen Buch "Soziallehre 4.0", das jetzt im Bonifatius Verlag erschienen ist, Antworten zu geben. Im Gespräch mit unterschiedlichen Fachleuten und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens lassen sie sich dabei von den Prinzipien der Katholischen Soziallehre leiten, also der Solidarität, der Subsidiarität, dem Gemeinwohl etc. – Begriffe, von denen viele heute längst nicht mehr wissen, wofür sie stehen. Und so zieht sich eine Überlegung in unterschiedlichen Facetten durch das gesamte Buch: Entscheidend für den zukünftigen Zusammenhalt der Gesellschaft im Ganzen und die Unversehrtheit der Würde des Einzelnen ist eine Rückbesinnung auf diese Vorstellungen eines Gesellschaftsmodells bei gleichzeitiger Übertragung und Anpassung auf heutige Herausforderungen. Eine "Soziallehre 4.0" eben.

Zu Wort kommen u. a. Oskar Lafontaine, Katharina Norpoth, Klemens Skibicki, Marie-Luise Dött und Thomas Sternberg.


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