Willkommen im Blog des Bonifatius Verlags


28.03.2018: Buchvorstellung im Bestattungshaus Sauerbier (Büren)

Wie umgehen mit dem Suizid eines Angehörigen?

Weil ein anderer nicht mehr leben wollte, liegt der eigene Alltag auf einmal in Trümmern. Das ist die Situation von Hinterbliebenen nach einem Suizid. Die Autorin Maira Stork liest aus ihrem neuen Buch "Seitdem ist alles anders" und erzählt, wie sie mit diesem Schicksalschlag umgegangen ist.

Der Schock, die Wut, das langsame Begreifen, das Umgehen mit wohl nie zu beantwortenden Fragen, Schuldgefühle – mit alldem sind Menschen konfrontiert, in deren Umfeld sich jemand das Leben genommen hat. Oft genug stehen sie allein da, denn die Hilflosigkeit angesichts dieser Tat lähmt auch die Umgebung der Hinterbliebenen.

Das war auch die Situation von Maira Stork, Jg. 1991, sie verlor ihre Mutter durch Suizid. Seitdem setzt sie sich intensiv mit der Trauerbewältigung auseinander, besonders auf kreativer Ebenen. Sie selbst hat während ihres Trauerprozesses festgestellt, wie wichtig der Austausch mit anderen ist. Daher möchte sie über dieses Buch ihre Geschichte mit anderen Betroffen teilen und ihnen helfen, ihren Trauerprozess aktiv zu bestreiten.

Maira Stork wird an diesem Abend aus ihrem Buch lesen. In der Pause wird es musikalisch: Bei Klaviermusik stehen Getränke bereit. Im Anschluss an die Lesung steht die Autorin für Gespräche zur Verfügung und signiert auch gern Ihr Buch.


Wann? Di., 24.04.2018 | 19 Uhr

Wo? In der Trauerhalle des Bestattungshauses Sauerbier in Büren

Dieter Sauerbier Bestattungshaus
Brenkener Str. 13
33142 Büren

Der Eintritt ist frei, das Bestattungshaus Sauerbier freut sich aber über eine kleine Spende, die Spendenbox wird direkt am Eingang stehen. Damit werden sozialen Projekte unterstützt, über die Sie sich auf der Homepage des Bestattungshauses informieren können.


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"Seitdem ist alles anders" im Shop ansehen

09.03.2018: Eine Veranstaltung der Deutschen Ordensobernkonferenz

Tag der offenen Klöster: "Gut. Wir sind da."

Zum zweiten Mal laden die Ordensgemeinschaften in Deutschland und darüber hinaus im Jahr 2018 zu einem "Tag der offenen Klöster" ein. Unter dem Motto "Gut. Wir sind da." öffnen am 21. April 2018 viele Klöster ihre Pforten. Sie laden zu einem Fest der Begegnung ein.

aus der Pressemappe der DOK

Klöster sind bemerkenswerte Räume - oft sind sie einfach da; nach einer langen oder kurzen Geschichte an dem einen oder anderen Ort. Und auch wenn manche die Ordensfrauen und -männer als Exoten ansehen: Auch sie sind da, mit ihren besonderen Lebensform. Und sie leben gern so.

Allerdings stellen sie als Ordensleute zunehmend fest, dass sie mit ihrer Lebensform aus der gesellschaftlichen Wahrnehmung verschwinden. Immer mehr Menschen begegnen Schwestern und Mönchen nur noch als Fernsehfiguren und in der Literatur. Diese haben aber oft wenig mit der Lebenswirklichkeit der Ordensmenschen zu tun.

So ist der Tag der offenen Klöster eine Einladung, sich selbst ein Bild zu machen, wie Leben im Hloster im 21. Jahrhundert aussieht.

Ein Übersicht der teilnehmenden Klöster findet sich hier, Weiteres zum Tag der offenen Klöster hier.

Fotos von der offziellen Webseite zum "Tag der offenen Klöster"


Aktuelle Bücher geben Einblick in heutiges Ordensleben

Was es heute bedeutet, aus Überzeugung in einem Kloster zu leben, aber auch, mit welchen Herausforderungen und Zukunftsängsten sich die Frauen und Männer dort konfrontiert sehen, hat Alfred Herrmann auch in seinen beiden Büchern "Sich Gott nähern" (Frauenorden) und "Gott suchen" (Männerorden) zusammengetragen. Sie geben einen umfassenden Einblick in die aktuelle Lebenswelt im Spannungsfeld zwischen teilweise Jahrhunderte alter Tradition und den Möglichkeiten und Versuchungen moderner Technik und gesellschaftlicher Gewohnheiten. Hat zum Beispiel ein Abt ein Handy? Wenn ja, trägt er es immer bei sich?

... "Sich Gott nähern" im Shop ansehen... "Gott suchen" im Shop ansehen... zum Autorenprofil


"Sich Gott nähern. Frauenorden in Deutschland" im Shop ansehen

"Gott suchen. Männerorden in Deutschland" im Shop ansehen

27.02.2018: Potentielle CDU-Minister vorgestellt

Die Rückkehr der Katholiken?

Nachdem im letzten Bundeskabinett Peter Altmaier der einzige Katholik auf Seiten der CDU-Riege war, könnte sich das Verhältnis in einer neuen großen Koalition quasi umdrehen.

(KNA/Bonifatius) Zwar gab es in der letzten Regierung mit Andrea Nahles, Barbara Hendricks und Heiko Maas drei katholische MinisterInnen, sie kamen aber alle aus den Reihen der SPD. Bis auf Peter Altmaier waren die CDU-MinisterInnen alle evangelisch, namentlich Angela Merkel, Johanna Wanka, Ursula von der Leyen, Hermann Gröhe, Wolfgang Schäuble und Thomas de Maiziere. Das künftige Kabinett könnte auf CDU-Seite nun nahezu besetzt sein, denn mit Altmaier, Julia Klöckner, Anja Karliczek, Helge Braun und Jens Spahn wären alle Mitglieder mit Ausnahme der Kanzlerin und Ursula von der Leyen Katholiken.

Da stellt sich die Frage, ob die Konfession signifikante Auswirkungen auf die Arbeit und Entscheidungen in der Politik hat. Wie beeinflusst der persönliche Glaube das politische Handeln?

Dass ihnen Glaube wichtig sei, betonen so gut wie alle. Ex-Ministrant Altmaier erzählte kürzlich in einem "Bunte"-Interview, wie wichtig ihm Religion sei, "weil christliche Werte für mich ein starkes Fundament sind". Für Jens Spahn sind Glaube und Kirche "aus mir und meinem Leben nicht wegzudenken". Der "Tagespost" sagte er außerdem, er habe seine christliche Prägung "mit der Muttermilch" aufgesogen. Auf der anderen Seite ist Spahn, der in einer homosexuellen Beziehung lebt und kürzlich geheiratet hat, klar für die "Ehe für alle" - anders als Karliczek und andere. Klöckner warf kürzlich den Kirchen vor, sich zu sehr in die Politik einzumischen. Gerade in der Flüchtlingspolitik liegen sie und Spahn, um nur zwei Beispiele zu nennen, keineswegs auf einer Wellenlänge mit den Kardinälen Marx und Woelki und der Mehrheit der Bischöfe.

Eindeutiger ist - soweit bekannt - die Positionierung der künftigen Kabinetts-Katholiken in anderen Debatten: So sind sie durch die (Regierungs-)Bank gegen eine Liberalisierung der Suizidbeihilfe und gegen Änderungen beim Werbeverbot für Abtreibungen.

Wie sie sich künftig verhalten und wie sehr katholisch mit konservativ einhergehen wird, ist ebenso wenig abzusehen wie die Frage, ob die GroKo überhaupt zustande kommt. Und die Neujustierung der Konfessionen am Kabinettstisch lässt sich natürlich auch anders deuten: Vielleicht spielt die Frage nach evangelisch oder katholisch heute einfach keine große Rolle mehr bei politischen Personalentscheidungen - jedenfalls im Vergleich zu Alter und Geschlecht.


Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen, wie Katholiken in Deutschland heutzutage ticken, in welchen Haltungen sie sich von Protestanten unterscheiden, was ihnen wichtig ist, und aus welchen Motiven heraus sie ihre Entscheidungen treffen, dann empfehlen wir ihnen das Buch "Wie katholisch ist Deutschland ..." von Andreas Püttmann. Er hat sich mit genau dieser Frage und ihren vielen Facetten ausgiebig beschäftigt und nach Auswertung zahlreicher Umfragen und Statistiken einen kurzweiligen, lesenswerten Debattenbeitrag veröffentlicht. In Zeiten von Daueraufgeregtheit der Populisten von rechts und links setzt Püttmann damit ein Zeichen für eine Gesellschaft mit Empathie, Demut und Gelassenheit.

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19.02.2018: Interview mit Norbert Scholl zur Buchveröffentlichung "Anders in die Zukunft gehen"

„Die Kirchen sollten rechtzeitig auf Privilegien verzichten“

Zum fünften Jahrestag der Wahl Papst Franziskus' hat ihm Prof. Norbert Scholl ein Buch gewidmet. In "Anders in die Zukunft gehen" das jetzt im Bonifatius Verlag erschienen ist, zeichnet Scholl eine "verantwortbar vereinfachende und verständliche (Kurz-)Darstellung des christlichen Glaubens" (Wolfgang Thierse im Geleitwort zum Buch). Anlässlich des Verkaufsstarts haben wir Prof. Scholl fünf Fragen gestellt.

 

Herr Prof. Scholl, Sie haben Ihr Buch Papst Franziskus gewidmet. Warum?

Ich schätze die bescheidene und zurückhaltende Art seines Auftretens und seinen anspruchslosen Lebensstil. Wirklich jesuanisch. Das Buch habe ich ihm deshalb gewidmet, weil er für viele Katholiken – für mich auch – Veranlassung zu der Hoffnung gibt, dass sich die Kirche gegenüber den Menschen mit Verständnis für deren Probleme öffnet und sich nicht länger an gegenstandslos gewordene Traditionen klammert.

 

Ist sein Pontifikat eine neue Ära?

Als neue Ära würde ich das Pontifikat von Franziskus nicht bezeichnen, da seine Gedanken und sein persönliches Verhalten noch nicht Allgemeingut in der Kirche geworden sind. Seine Amtszeit erscheint mir jedoch als ein Hoffnung gebender Übergang zu einem neuen, wieder stärker am Vorbild Jesu orientierten Selbstverständnis der Kirche. Franziskus geht hinaus "an die Ränder". Er trägt als Papst nicht nur den Titel "Servus servorum De", Diener der Diener Gottes, sondern lebt diesen Anspruch auch exemplarisch vor.

 

Sie verstehen Ihr Buch als "Beitrag für eine theologische Neubesinnung". Was wollen Sie damit sagen?

Eine "Relecture" der Theologie ist dringend erforderlich. Viele theologische Begriffe werden heute nicht mehr verstanden und sind zu leeren Formeln erstarrt. Manche haben eine völlig andere Bedeutung bekommen und besagen das Gegenteil des ursprünglich Gemeinten, wie zum Beispiel der Person-Begriff in der Trinitätslehre. Die Frage nach Gott muss angesichts der Erkenntnisse der Naturwissenschaften neu durchdacht und formuliert werden. Die Aussage "Jesus ist der Sohn Gottes" müsste von ihrem biblischen Hintergrund her neu gesehen und versprachlicht werden. Möglicherweise sieht Franziskus diese Aufgabe noch nicht, weil er aus einem anderen Kulturkreis kommt. Vielleicht wagt er es aber auch nicht, sie in Angriff zu nehmen aus Angst, damit bei den Hardlinern eine Kirchenspaltung zu provozieren.

 

Der Titel Ihres Buches besagt, dass Christen anders in die Zukunft gehen. Wie – anders?

Die Zeit, in der das Christentum die dominierende Religion in Europa war, gehört der Vergangenheit an. Die Kirchen sollten rechtzeitig auf Privilegien verzichten, die sie bisher für sich in Anspruch genommen haben und endlich notwendige Reformen durchführen, bevor es zu spät ist. Zugleich steht als innere Aufgabe an, dass die Kirchen an einer christlichen Identität arbeiten, die einerseits von einer vernunftgeleiteten Aufklärung und andererseits von einer Spiritualität bestimmt ist, die sich am Evangelium orientiert. Nur mit einer klaren Identität haben Christen eine Zukunft.

 

Wieso ist Christsein sinnvoll?

Zum Kern der christlichen Botschaft gehört, dass dieser Welt eine Kraft zum Guten innewohnt, die wir "Gott" nennen. Auf diesen Gott können Menschen im Leben und im Sterben vertrauen. Dieses Vertrauen macht frei zu selbstlosem Einsatz angesichts einer weltweit zunehmenden Gewaltbereitschaft, einer ungehemmt sich ausbreitenden Bereicherungs-  und Verdrängungsmentalität, einer wachsenden Missachtung der Menschenwürde und einer erschreckend sich verstärkenden Egomanie. Die Forderungen der Bergpredigt erscheinen mir mehr denn je aktuell zu sein.


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09.02.2018: Foto-Quiz: 100 Jahre Paderborn in der Buchhandlung Bonifatius

„Wo war das noch gleich in Paderborn – und wann?“

Im Rahmen der 8. Paderborner Literaturtage fragt das Ulrich Vogt, Autor und Fotograf des Bildbandes "Mein Paderborn in Farbe" alle interessierten Paderborner und Zugereiste, während er auf der Leinwand seine Fotoschätze präsentiert.

In lockerer Runde kann zusammen gerätselt und geschlaumeiert werden. Dazu reicht die Buchhandlung Bonifatius Gebäck und Kaffee. Ein Foto-Quiz mit Fotos aus über 100 Jahren (Farb-)Fotografie in Paderborn.

Während der Literaturtage verlosen die Bonifatius Buchhandlung und der Bonifatius Verlag an jedem Werktag ein Buch. Quizzen Sie mit, schauen Sie auf die Bonifatius’ Facebook-Seite und mit ein wenig Glück halten Sie bald Paderborns schönste Seiten in den Händen!


Sa, 10.03.2018 | 15.00 Uhr

Bonifatius Buchhandlung Paderborn (Liboristraße 1)

Foto-Quiz: "100 Jahre Paderborn" von und mit Ulrich Vogt

Eintritt frei


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30.01.2018: Ausstellung im Haus Nottbeck

Ein Mann. Ein Hund. Zwei Apfelkuchen.

Im Herbst 2017 erschien Erwin Grosches "Der alte Mann und sein Hund: Warum der Hawaiitoast auch schon bessere Zeiten gesehen hat", für das Juliane Befeld, Künstlername Linsensüppchen 54, zahlreiche Fotografien besteuerte. Eine Auswahl dieser lakonisch anmutenden Ansichten werden nun im Kulturgut Haus Nottbeck ausgestellt. Zwischendurch kommt der Paderborner Kabarettist ebenfalls zum Einsatz.

Ihre atmosphärischen Bilder scheinen Geschichten zu erzählen, selbst dann, wenn kein Mensch die festgehaltene Szenerie belebt. Für das Buch des Kabarettisten hat Befeld den verschrobenen Autor in seiner Paderborner Heimat begleitet. Herausgekommen ist eine Detailstudie von Stadt und Land in Schwarz-Weiß, die, ganz wie die Texte des Buches, Alltagssituationen und -orte aus ungewöhnlichen Perspektiven ins Blickfeld rückt. In der Zeit vom 10. Februar bis zum 08. April sind die Bilder während der Öffnungszeiten des KulturCafés (samstags, sonntags und feiertags: 14.00–18.00 Uhr) sowie auf Anfrage zu sehen.

Copyright: Mark Kujath

(Copyright: Foto 1 & 2: Juliane Befeld, Foto 3: Mark Kujath)

Erwin Grosche selbst kommt zwischendurch ebenfalls zum Einsatz. Unter dem Motto "Lesung mit Überraschungen" tritt er am 01. März 2018 im Haus Nottbeck auf. Grosche, der von der Berliner Morgenpost einmal als „ungewöhnlichster Kabarettist Deutschlands“ bezeichnete wurde, sprudelt über vor Ideen. Auch bei der kommenden Lesung im Torhaussaal dürfen sich die Gäste auf einen begeisternden und vor allem begeisterungsfähigen Unterhalter freuen, der seinen Worten vielleicht auch durch Requisiten oder andere Hilfsmittel Nachdruck verleiht. Für Überraschungen ist Erwin Grosche schließlich immer gut.


DO, 01.03.2018 | 20.00 Uhr

Museum für Westfälische Literatur – Kulturgut Haus Nottbeck
Landrat-Predeick-Allee 1
59302 Oelde-Stromberg

Lesung

Erwin Grosche: Der alte Mann und sein Hund. Warum der Hawaiitoast auch schon bessere Zeiten gesehen hat.

Eintritt: VVK 14 € / 12,00 €; AK 16 € / 14 €

Tickets unter Tel.: 0 25 29 / 94 55 90 oder www.reservix.de


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"Wie ich mit Gott eine Matratze kaufte" im Shop ansehen

18.01.2018: Festschrift "Boten einer neuen Zeit" feierlich überreicht

Pontifikalamt und Festakt zu 50 Jahre Ständiger Diakonat (Video)

Im Jahr 2018 feiert das Erzbistum Köln die Einführung des Ständigen Diakonats vor 50 Jahren. Der offizielle Festakt am 17. Januar begann mit einem Pontifikalamt im Kölner Dom. Erzbischof Rainer Kardinal Woelki würdigte die Arbeit der Diakone. Im Rahmen der weiteren Feierlichkeiten überreichte Günter Riße, Direktor des Ersbischöflichen Diakoneninstituts, dem Erzbischof auch die Festschrift "Boten einer neuen Zeit", herausgegeben im Bonifatius Verlag. An der Feier nahm mit Gisela Appelbaum auch die verantwortliche Lektorin teil. Das nachfolgende Video (erschienen auf domradio.de) gibt einen Einblick.

 


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14.12.2017: Bonifatius-Autor Neuer Lehrstuhlinhaber für Dogmatik und Dogmengeschichte

Erzbischof Hans-Josef Becker überreicht Ernennungsurkunde an Professor Dr. Benjamin Dahlke

Paderborn (pdp). Professor Dr. Benjamin Dahlke ist neuer Lehrstuhlinhaber für Dogmatik und Dogmengeschichte an der Theologischen Fakultät Paderborn. Erzbischof Hans-Josef Becker überreichte dem 35-jährigen Theologen aus Bad Driburg am Donnerstag, 14. Dezember, nach dessen Professio fidei, den Ablegen des Apostolischen Glaubensbekenntnisses vor dem Magnus Cancellarius der Theologischen Fakultät Paderborn, in der Kapelle des Bischofshauses die Ernennungsurkunde. Damit tritt Professor Dahlke, der Priester des Erzbistums Paderborn ist, die Nachfolge auf dem seit 1997 vakanten Lehrstuhl von Professor Dr. Dr. Heribert Mühlen an.

Erzbischof Hans-Josef Becker, zugleich Magnus Cancellarius der Theologischen Fakultät, war sichtlich erfreut, als er Professor Dahlke die Ernennungsurkunde aushändigte. Er wünschte dem neuen Dogmatiker Gottes Segen für sein Wirken. Er hoffe zugleich auf eine "gute und langwährende Zeit an der Theologischen Fakultät Paderborn". "Nutzen Sie die Zeit zur Weiterprofilierung unserer Theologischen Fakultät."

Dankbar für die Neubesetzung des Lehrstuhls für Dogmatik und Dogmengeschichte zeigte sich auch der Rektor der Theologischen Fakultät, Professor Dr. Wolfgang Thönissen. Sein neuer Kollege sei eine wertvolle Bereicherung für das Kollegium und die Theologische Fakultät. Professor Dahlke habe schon in den ersten Wochen seiner Tätigkeit in Paderborn seine Kompetenzen eingebracht. "Es ist für Sie hier an unserer Theologischen Fakultät in Paderborn eine große Chance, zu forschen, zu publizieren, sich mit Kollegen und Studenten auszutauschen, Initiativen zu starten und so das Fach zu prägen."

Bereits in den ersten Wochen habe er die gute Zusammenarbeit an der Theologischen Fakultät schätzen gelernt, sagte Professor Dr. Dahlke. Weil er die Theologische Fakultät Paderborn bereits von seinem Studium kenne, sei vieles vertraut, wenngleich er jetzt als Lehrender sicherlich einen neuen Zugang habe.

In der Kapelle des Bischofshauses legte Professor Dr. Dahlke einen Eid ab und versprach "bei der Ausübung meines Amtes, das mir im Namen der Kirche übertragen worden ist, werde ich das Glaubensgut unversehrt bewahren und treu weitergeben und auslegen".

Geboren wurde Benjamin Dahlke 1982 in Bad Driburg. 2001 nahm er das Studium der Philosophie und katholischen Theologie an der Theologischen Fakultät Paderborn auf und erwarb hier 2006 nach Freisemestern in München das Diplom. Nach weiteren Studien in Mainz und Princeton/USA promovierte ihn die Katholische-Theologische Fakultät der Universität Mainz im Jahre 2009 mit einer Arbeit über "Die katholische Rezeption Karl Barths, 1922-1958". 2013 wurde er im Hohen Dom zu Paderborn zum Priester geweiht und war dann drei Jahre Vikar in Dortmund-Brackel. Die Habilitation folgte im Jahr 2015 in Mainz mit einer Arbeit über "Kritische Orthodoxie. Zum Umgang evangelischer und anglikanischer Theologen mit der Lehrformel von Chalcedon", erschienen im Bonifatius Verlag. Das vergangene Jahr verbrachte er noch einmal in den USA zu einem Forschungsaufenthalt.

Halten das fertige Kirchenkreis-Jubiläumsbuch in Händen: Superintendent Volker Neuhoff (v. l.) sowie die Herausgeber Gesine Dronsz und Richard Janus. Foto: Institut für Evangelische Theologie

Erzbischof Hans-Josef Becker (li.) gratulierte Professor Dr. Benjamin Dahlke im Beisein von Rektor Professor Dr. Wolfgang Thönissen (re.) zur Ernennung zum Professor der Theologischen Fakultät Paderborn. Foto: pdp / Thomas Throenle


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04.12.2017: Neues Buch nimmt die weltweite Missionarsarbeit in den Blick

"Alles ist Geschenk. Missionare erzählen vom Alltag in ihren Gemeinden"

Unter dem Motto "Faire Arbeit. Würde. Helfen" steht die diesjährige Weihnachtsaktion des Lateinamerikas-Hilfswerks Adveniat, die sich zum Ziel gesetzt hat, für eine menschenwürdige Arbeit zu sensibilisieren. Im Umfeld der Eröffnungsfeier am vergangenen Wochenende hat Bonifatius-Autor Weihbischof Matthias König jetzt ein neues Buch vorgestellt, das den Fokus sowohl inhaltlich als auch geographisch ausweitet.

In "Alles ist Geschenk" erzählen Missionarinnen und Missionare aus dem Alltag in ihren Gemeinden rund um den Globus und davon, was die Menschen dort bewegt und was das für die Kirche bedeutet. So bietet es auch eine Fülle von Anregungen für die Pastoral in Deutschland. "Die Missionare berichten, wie der Geist Gottes Wachstum schenkt und Früchte hervorbringt, die auch uns in Europa, in Deutschland und im Erzbistum Paderborn nähren", schreibt Weihbischof König im Vorwort des Buches, für das er als Herausgeber fungiert. Im Laufe der letzten 160 hat das Erzbistum Tausende Männer und Frauen in die Mission entsandt, die auf allen Kontinenten gewirkt haben. Heute, in einer Zeit, in der die Mission weitaus weniger Zuspruch quer durch die Gesellschaft findet, sind es immer noch 69 Frauen und 52 Männer. Er spüre immer wieder, wie Mut machend es für seinen eigenen Glauben wäre, wenn diese von ihren Erlebnissen berichten, so König und schlussfolgert daraus: "Mission bleibt eine Wesensaufgabe des Glaubens und der Kirche."


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20.11.2017: Weltkirchliche Gäste besuchen Kirchengemeinden und Einrichtungen im Erzbistum Paderborn

Faire Arbeit. Würde. Helfen.

Paderborn (pdp). Am ersten Adventssonntag, 3. Dezember 2017, wird die Weihnachtsaktion des Lateinamerika-Hilfswerks adveniat bundesweit in Paderborn eröffnet. Das Erzbistum Paderborn ist damit Gastgeber für den bundesweiten Start der Weihnachtsaktion, die mit dem Leitwort "Faire Arbeit. Würde. Helfen." vor allem einen Blick auf die Arbeitsbedingungen in den Ländern Lateinamerikas lenkt. Mit einer Vielzahl von Veranstaltungen im gesamten Erzbistum wird das Anliegen von Adveniat thematisiert. Eine besondere Chance bieten Begegnungen mit den weltkirchlichen Gästen, die Kirchengemeinden und Einrichtungen im Erzbistum Paderborn besuchen. Eine Steuergruppe rund um Weihbischof (und Bonifatius-Autor) Matthias König bestehend aus Mitarbeitern des Erzbischöflichen Generalvikariats und von adveniat bereitet die bundesweite Eröffnung der Weihnachtsaktion vor.

Gäste aus Lateinamerika können zu Veranstaltungen und Gesprächen in ganz unterschiedlichen Kontexten von Kirchengemeinden oder Einrichtungen des Erzbistums Paderborn eingeladen werden. Dadurch ist ein Erfahrungsaustausch und Begegnung möglich, beispielsweise bei Pfarrfesten, Vorabendmessen, Gemeindegruppen, Firmvorbereitung, Adventscafés, in Kindertagesstätten mit Kindern oder mit deren Eltern, Bildungsveranstaltungen, Schulunterricht. Die Veranstaltungen und Besuche der weltkirchlichen Gäste sind am Vormittag, Nachmittag oder Abend möglich. Die spanisch- oder portugiesischsprachigen Gäste werden mit einem Übersetzer zur von Kirchengemeinden und Einrichtungen geplanten Veranstaltung kommen.

Die Gäste und deren Themen werden auf der Homepage adveniat.erzbistum-paderborn.de vorgestellt. Hier kann auch auf die von Ihnen geplante Veranstaltung hingewiesen werden, sofern sie öffentlich ist.

Halten das fertige Kirchenkreis-Jubiläumsbuch in Händen: Superintendent Volker Neuhoff (v. l.) sowie die Herausgeber Gesine Dronsz und Richard Janus. Foto: Institut für Evangelische Theologie

Steuergruppe des Erzbischöflichen Generalvikariats und von adveniat für die bundesweite Eröffnung der Weihnachtsaktion // Foto: pdp / Thomas Throenle


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17.11.2017: Montagsakademie: Pastoraltheologe Herbert Haslinger über den "Ort, an dem alles Wirkliche vorkommt"

Gott im Alltag erfahrbar

Das Profane und das Heilige nicht länger gegeneinander auszuspielen und sich stattdessen darauf zu verlassen, dass Gott gerade auch im Alltag erfahrbar ist, dafür hat sich der Paderborner Pastoraltheologe Professor Dr. Herbert Haslinger ausgesprochen. Am Montag, 13. November, hielt er bei der Montagsakademie der Theologischen Fakultät Paderborn einen Vortrag zum Thema "Der Alltag als Ort der Gotteserfahrung".

Zwar erfülle die "Unterscheidung zwischen profan und heilig für religiöses Leben und Erleben eine wichtige, unverzichtbare Funktion". Doch dürfe das nicht über die gravierende Problematik dieses Schemas hinwegtäuschen", sagte Professor Haslinger (Buch "Gemeinde – Kirche am Ort") im voll besetzten Audimax der Theologischen Fakultät. Diese bestehe darin, "dass im kirchlichen Kontext die ‚profan-heilig'-Dichotomie fast durchwegs mit der Dichotomie zwischen Alltag und Sonntag bzw. zwischen Welt und Kirche parallelisiert wird."

Viel zu oft "erscheinen die alltägliche Welt und die profanen gesellschaftlichen Orte, an denen Menschen ihr Leben bestreiten als dunkle, triste, wenig werthaltige, moralisch fehlgeleitete, gottferne Sphäre". Das habe sich "in Theologie und Kirche tief in Denken und Reden über Alltag und Welt eingeprägt", erklärte Professor Haslinger. Er bezeichnete es als ein "Drama der kirchlichen Rede von Alltag, dass dieser nach wie vor über weite Strecken als die schlechthinnige Gegenwelt zum Heiligen firmiert, als der Ort, an dem gleichsam per definitionem keine Begegnung mit Gott stattfinde."

Dabei sei gerade der Alltag "der Ort, an dem alles Wirkliche vorkommt: das Gute und das Schlechte, das Schöne und das Abstoßende, das Aufrichtende und das Belastende. Alltag ist die wirkliche Wirklichkeit, die Lebenswirklichkeit", betonte der Pastoraltheologe. Eben weil dieser "banale gewöhnliche Alltag der vornehmliche Ort ist, an dem der Mensch mit sich selbst konfrontiert ist, an dem Fragen nach seiner Existenz aufbrechen, an dem ihm seine Grenzen bewusst werden, wo er aber auch seinen Lebensantrieb und sein Hoffnungen spürt, kurzum: weil der Alltag der vornehmliche Ort der Selbst-Erfahrung des Menschen ist, ist er der vornehmliche Ort der Gotteserfahrung."

Professor Haslinger machte in seinem Vortrag aber auch deutlich, dass in der Kirche und im christlichen Glauben heilige Zeiten und Orte unbedingt dazugehörten und von entscheidender Wichtigkeit seien, eben "im Sinne herausragender, nicht alltäglicher Zeiten und Orte". Allerdings würden sie so gebracht, "wie eine Familie ihr Familienfest braucht: als Figuration ihres alltäglichen Lebens, die dieses alltägliche Leben bewusst erleben lässt und so dazu befähigt, es auf neue Weise gemeinsam zu leben." Darum nannte Professor Haslinger abschließend ein für ihn geeignetes "Prüfungskriterium für ein rechtes Verhältnis zwischen Alltag und heiligen Zeiten und Orten: Helfen diese, den Alltag auf stimmige, erfüllte, menschengerechte Weise zu leben."

Aufgrund des Doppeljubiläums der 1.000 Jahre alten Bartholomäuskapelle und der Domkirche auf dem 950 Jahre alten Imad-Fundament behandelt die beliebte Vorlesungsreihe der Theologischen Fakultät Paderborn aktuell das Thema "Gott begegnen an heiligen Orten". Damit soll ein wissenschaftlicher Beitrag zu den beiden Jubiläen in diesem und im nächsten Jahr geleistet werden.

Den nächsten Vortrag der Montagsakademie am Montag, 20. November, um 18.00 Uhr hält Professor Dr. Hans-Walter Stork aus Paderborn. Er spricht zum Thema "‚Heilige Orte' in kostbaren Manuskripten der Meinwerkzeit".

Bei der öffentlichen Vorlesungsreihe Montagsakademie der Theologischen Fakultät Paderborn halten bedeutende Vertreter aus Kirche und Wissenschaft in jedem Wintersemester immer montags um 18.00 Uhr im Auditorium Maximum (Klingelgasse/Ecke Liboristraße) rund 45-minütige Vorträge aus unterschiedlichen Blickwinkeln auf aktuelle, gesellschaftlich und theologisch relevante Themen und stellen sich anschließend der Diskussion.


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16.11.2017: Buchneuerscheinung und Vorstellung an der PTHV

"Barmherzig führen – Typisch christlich – oder?"

Im Anschluss an das Symposium der Stiftung Bildung "Barmherzig führen. Typisch christlich – oder?", das am 01. Dezember 2016 im Maternushaus in Köln stattfand, ist nun der gleichnamige Band unter Herausgeberschaft von Prof. Dr. Dr. Holger Zaborowski, Rektor der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV), und Prof. Dr. Dr. Doris Nauer, Inhaberin des Lehrstuhls für Pastoraltheologie und Diakonische Theologie an der PTHV, erschienen. Für beide ist es das erste Buch, das sie im Bonifatius Verlag herausgeben.

Die Referentinnen und Referenten des Symposiums zeigen in diesem Band ob und wie barmherziges Führen möglich ist und welche Bedeutung Papst Franziskus‘ Erinnerung an die Barmherzigkeit für christliche Einrichtungen hat. Das Symposium und das Buch wurden unterstützt von der Stiftung Bildung im KKVD. Weitere Sponsoren des Symposiums waren die Curacon GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Münster, die Ecclesia Versicherungsdienst GmbH Detmold und die Franziskus-Stiftung für Pflege in Regensburg.

Das Buch wird am Freitag, den 15.12.2017, um 18 Uhr an der PTHV vorgestellt. Dazu möchten wir Sie oder eine Vertreterin/einen Vertreter Ihres Hauses sowie die interessierte Öffentlichkeit herzlich einladen. Vor Ort diskutieren werden Prof. Zaborowski, der Ethiker Dr. Erny Gillen sowie Christa Garvert, Stiftungsvorsitzende der Franziskus-Stiftung für Pflege und selbstständige Beraterin "Garvert-Beratungskonzepte". Zudem stellen an diesem Termin Prof. Zaborowski und Antonia Gottwald, von 2001-2007 engste Mitarbeiterin von Hans Kock, ihr gemeinsam herausgegebenes Buch "Licht – Mitte – Raum. Die Arbeiten des Bildhauers Hans Kock im Greifswalder Dom 1982-1989" vor.

Information zur PTHV: Die Philosophisch-Theologische Hochschule Vallendar (PTHV) ist eine kirchlich und staatlich anerkannte wissenschaftliche Hochschule (im Rang einer Universität) in freier Trägerschaft. Die Gesellschafter der PTHV gGmbH sind die Vinzenz Pallotti gGmbH und die Marienhaus Holding GmbH. Rund 50 Professoren und Dozenten forschen und lehren an der PTHV und betreuen etwa 450 Studierende beider Fakultäten.

Kontakt zur Pressestelle der PTHV: Verena Breitbach, Tel.: 0261/6402-290, E-Mail: vbreitbach@pthv.de Besuchen Sie uns auch im Internet unter: www.pthv.de


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08.11.2017: Kirchenkreis-Jubiläumsbuch ist erschienen

175 Jahre evangelisches Leben werden beleuchtet

Paderborn/Kreis Höxter/Lügde. Unter dem Titel „Als lebendige Steine lasst euch aufbauen zu einem geistlichen Haus“ ist jetzt im Bonifatius-Verlag das Buch zum Jubiläum „175 Jahre Evangelischer Kirchenkreis Paderborn“ erschienen. Das von Richard Janus und Gesine Dronsz herausgegebene Buch behandelt 175 Jahre evangelisches Leben in Ostwestfalen und beleuchtet verschiedene Aspekte des Kirchenkreises Paderborn, der 1840 gegründet wurde und 2015 sein 175-jähriges Bestehen gefeiert hat.

Der Band vereint auf über 300 Seiten verschiedene Beiträge, die die Geschichte des evangelischen Lebens im Kirchenkreis Paderborn nachzeichnen. Ebenso werden kunstgeschichtliche Aspekte thematisiert, indem auf Abendmahlsgeräte, Glocken, Bestattungskultur und die Renovierung der Abdinghofkirche geblickt wird. Entwicklungen nach dem Krieg, wie die Universitätsgründung, werden ebenfalls behandelt. Die Evangelische Studierendengemeinde und das Institut für Evangelische Theologie an der Universität Paderborn strahlen auch in den Kirchenkreis hinein. Zugleich wird der Blickwinkel auf die Zukunft geweitet. So bildet das biblische Leitwort des Kirchenkreises Paderborn "Als lebendige Steine lasst euch aufbauen zu einem geistlichen Haus" ein Fundament für die weitere Arbeit und Zukunft. Das Buch kostet 24,90 Euro.

Dr. Richard Janus ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Evangelische Theologie der Fakultät für Kulturwissenschaften der Universität Paderborn. Gesine Dronsz ist Studienrätin am Gymnasium der Stadt Rahden und unterrichtet dort Geschichte, Evangelische Religionslehre und Englisch.

Halten das fertige Kirchenkreis-Jubiläumsbuch in Händen: Superintendent Volker Neuhoff (v. l.) sowie die Herausgeber Gesine Dronsz und Richard Janus. Foto: Institut für Evangelische Theologie

Halten das fertige Kirchenkreis-Jubiläumsbuch in Händen: Superintendent Volker Neuhoff (v. l.) sowie die Herausgeber Gesine Dronsz und Richard Janus. Foto: Institut für Evangelische Theologie


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02.11.2017: Erwin Grosche liest aus neuem Buch in Paderborn

Warum der Hawaii-Toast auch schon bessere Zeiten gesehen hat

Wenn Erwin Grosche zu einer Lesung einlädt, kann man sich überraschen lassen. Der Kabarettist, Sänger und Filmemacher bietet dabei alles auf, was ihn bekannt gemacht hat. Grosche singt Lieder, zeigt Fotos (von Juliane Befeld), erzählt Geschichten und liest aus seinem neuen wunderbaren Buch. Da kann gelacht, geträumt und zugehört werden. Kleine weise Geschichten, die vom Glück, der Liebe und den Hunden erzählen. Sein neues Buch „Der alte Mann und sein Hund - oder Warum der Hawaii-Toast auch schon bessere Zeiten gesehen hat“ von mit Erwin Grosche und Juliane Befeld wird am 09.11.17 um 19.30 Uhr in der Buchhandlung Linnemann in Paderborn erstmals vorgestellt.


Der alte Mann ging mit seinem Hund spazieren.
Sie wollten nur um die Ecke gehen, aber auch um die musste gegangen werden.

Manchmal lauerten dort Abenteuer, die man sonst nur in der Ferne vermuten würde.  Die schwarze Katze aus dem Haus gegenüber konnte fauchen wie ein Tiger und der Mann, der nachts, mit einem Schlafanzug bekleidet, durch die Straßen lief, sah aus wie ein Unglücksbote. Das Abenteuer wird nicht gemütlicher, wenn man es zu Hause erleben muss. Aber dem Abenteurer ist es egal, wo er sich bewähren soll. Er ist bereit und fühlt sich gut, wenn er anderen aus der Patsche helfen kann. „Die Veränderung der Welt fängt um die Ecke an. Was nützt mir das Glück in Dörenhagen, wenn es in der Nachbarschaft am brodeln ist“, dachte der alte Mann.“
Aus „Der alte Mann und die Verlierer“

 

Erwin Grosche, Autor und Stadtführer, lässt keine Themen aus, die einen beschäftigen, wenn man mit offenen Augen durch die Welt geht. Da geht es um kurze Hosen und Indianer, um Werbesprüche und um die Liebe. Er lässt „seinen“ alten Mann nachdenken über das Alter und den Tod, über den Apfelkuchen und den Hawaiitoast. Da kennt sich jemand auf und blickt in die Ecken und Hinterhöfe, die man sonst keines Blickes würdigt. Der Alltagsphilosoph und Kabarettist unterhält mit seinen anrührenden Geschichten und entlockt dem Leser so manchen erkennenden Seufzer und manches befreiende Lachen. Juliane Befeld schafft dazu mit ihren wunderbaren s/w Fotografien dazu eine Atmosphäre,  die alle Geschichten unmittelbar und authentisch wirken lassen. Alle Erlebnisse erscheinen so, als wären sie tatsächlich geschehen und vom Autor nur als Chronist des Alltags aufgeschrieben worden. Erwin Grosche legt hiermit eine Liebeserklärung an die Menschen in seiner  Heimatstadt vor. Juliane Befeld hat sie fotografiert. Ein Buch, das Hoffnung macht und Kraft gibt. Zum Glück ist Paderborn überall.

 

Pressestimmen

"Nein, Grosches Erzählung ist kein plumper Klamauk. Sondern ein Buch über das Wunder der Welt, über die Dankbarkeit und über die Liebe, über Gemeinschaft und Zusammenhalt. Eines, das für seine Art der Katechese nicht umständlich argumentiert, sondern den direkten Weg über das Lachen nimmt."
Michael Rottmann (Kirche und Leben – Das katholische ONLINE-MAGAZIN) über "Wie ich mit Gott eine Matratze kaufte"

"Wer anders als der Paderborner Kleinkünstler und Autor könnte so unschuldig, undogmatisch und ohne jede Peinlichkeit über das Phänomen Gott schreiben? Und das, ohne sich selbst zu verleugnen. Auch Grosches neuer Erzählband steckt voller Slapstick-Ideen und skurriler Momente, wie sie nur Erwin Grosche zufliegen.  Ein schöner, oft auch nachdenklich machender Lesespaß."
Walter Gödden (Westfalenspiegel)
 


Auf einen Blick: Buchvorstellung

"Der alte Mann und sein Hund"

Lesung mit Erwin Grosche und Juliane Befeld

Wann?
Am Donnerstag, den 9. November 2018 um 19:30 Uhr

Wo?
In der Buchhandlung Linnemann (Westernstraße 31)
 

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18.10.2017: Der Bonifatius Verlag auf der Buchmesse Frankfurt 2017

Ein Rückblick

Wenn in Frankfurt einmal im Jahr das große Stelldichein der Buchbranche stattfindet, ist natürlich auch der Bonifatius Verlag dabei. Wie in den Vorjahren teilten wir uns den Gemeinschaftsstand des Katholischen Medienverbands (KM.) mit vielen weiteren Mitgliedsverlagen. Und ebenfalls wie in den Vorjahren gab es wieder zahlreiche Veranstaltungen auf dem zum Stand gehörenden "Autorensofa": Lesungen, Interviews und Podiumsdiskussionen wechselten sich ab.

In der Zeit vom 11. bis 15. Oktober 2017 kamen rund 280.000 Menschen aufs Messegelände und damit noch einmal ein paar Tausend mehr als im Vorjahr. Auch am Bonifatius-Stand konnte wir uns über mangelnden Zuspruch nicht beklagen. Daneben blieb dennoch ausreichend Zeit, um sich mit den Kollegen benachbarter Verlage über aktuelle Entwicklungen und Trends auszutauschen. Und nicht zuletzt haben uns einige unserer Autoren am Stand besucht. Darüber möchten wir hier im Folgenden einen kleinen Überblick geben:

Wie katholisch ist Deutschland eigentlich heute noch?

Den Anfang machte am Donnerstag unser Autor Andreas Püttmann, der im moderierten Gespräch auf dem Autorensofa interessante Zahlen aus seinem Buch "Wie katholisch ist Deutschland ..." vorstellte und hierbei zunächst auf deutliche Unterschiede zwischen den beiden Konfessionen aufmerksam machte. Im weiteren Verlauf sprach er über die ideologischen Verschiebungen nach Rechts innerhalb der katholischen Kirche und die Auswirkungen auf die Gesellschaft und generelle Tendenzen innerhalb derselben. Hierbei richtete sich sein Blick nachvollziehbarerweise stark auf die AFD, zu der sich Püttmann in letzter Zeit dezidiert geäußert hat. Gerade im Umfeld der Bundestagswahl vor einigen Wochen war Püttmann ein häufig angefragter Gesprächspartner, um eine Einordnung des so genannten Rechtsrucks innerhalb unserer Gesellschaft vorzunehmen. Im Vorfeld seines Auftritts ließ es sich Herr Püttmann bei seinem Besuch am Verlagsstand selbstredend nicht nehmen und stand für ein Foto zur Verfügung. In lockerer Atmosphäre tauschte man sich außerdem über die Rezeption des Buches durch Medienvertreter, aber auch das ein oder andere Leserfeedback aus (mit im Bild: Claudia Auffenberg, Lektorin).

Neues Buch über die Frauenorden in Deutschland erscheint noch in diesem Jahr

Ebenfalls am Donnerstag besuchte uns der Journalist und Bonifatius-Autor Alfred Herrmann am Stand, der im Jahr 2014 bereits das Buch zu den Männerorden in Deutschland veröffentlichte. Zwar hatte er keinen Auftritt auf dem Autorensofa, offiziell wurde es dennoch:

Zusammen mit der stellvertretenden Vorsitzenden der Deutschen Ordensobernkonferenz Schwester Regina Pröls sowie den Verlagskollegen Gisela Appelbaum (Lektorin) und Rolf Pitsch (Verlagsleiter und Geschäftsführer der Bonifatius GmbH) präsentierte er den neuen Band zu den Frauenorden. Ein gut gehütetes Geheimnis sei an dieser Stelle gelüftet: Bei dem Buch auf dem Foto handelt es sich um einen extra für die Buchmesse gebastelten Dummy. Das Buch erscheint im November, kann aber hier heute schon vorbestellt werden.

Immer wieder die katholischen Verbände

Am Freitag fand dann der Auftritt von Heinrich Wullhorst statt, ehemaliger Pressesprecher des Kolpingwerkes Deutschland. Mit seinem Buch "Leuchtturm oder Kerzenstummel?" über den Zustand der katholischen Verbände und vor allem seinen zahlreichen Auftritten vor Ort sorgte er zuletzt für eine spürbare Vitalisierung innerhalb der verbandsinternen Debatten um eine zukünftige Existenzberechtigung und Ausrichtung.

Seinen Auftritt hat er im Nachgang zu einem kleinen Video zusammengeschnitten:


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"Leuchtturm oder Kerzenstummel?" im Shop ansehen