Willkommen im Blog des Bonifatius Verlags


18.01.2018: Festschrift "Boten einer neuen Zeit" feierlich überreicht

Pontifikalamt und Festakt zu 50 Jahre Ständiger Diakonat (Video)

Im Jahr 2018 feiert das Erzbistum Köln die Einführung des Ständigen Diakonats vor 50 Jahren. Der offizielle Festakt am 17. Januar begann mit einem Pontifikalamt im Kölner Dom. Erzbischof Rainer Kardinal Woelki würdigte die Arbeit der Diakone. Im Rahmen der weiteren Feierlichkeiten überreichte Günter Riße, Direktor des Ersbischöflichen Diakoneninstituts, dem Erzbischof auch die Festschrift "Boten einer neuen Zeit", herausgegeben im Bonifatius Verlag. An der Feier nahm mit Gisela Appelbaum auch die verantwortliche Lektorin teil. Das nachfolgende Video (erschienen auf domradio.de) gibt einen Einblick.

 


"Boten einer neuen Zeit" im Shop ansehen

14.12.2017: Bonifatius-Autor Neuer Lehrstuhlinhaber für Dogmatik und Dogmengeschichte

Erzbischof Hans-Josef Becker überreicht Ernennungsurkunde an Professor Dr. Benjamin Dahlke

Paderborn (pdp). Professor Dr. Benjamin Dahlke ist neuer Lehrstuhlinhaber für Dogmatik und Dogmengeschichte an der Theologischen Fakultät Paderborn. Erzbischof Hans-Josef Becker überreichte dem 35-jährigen Theologen aus Bad Driburg am Donnerstag, 14. Dezember, nach dessen Professio fidei, den Ablegen des Apostolischen Glaubensbekenntnisses vor dem Magnus Cancellarius der Theologischen Fakultät Paderborn, in der Kapelle des Bischofshauses die Ernennungsurkunde. Damit tritt Professor Dahlke, der Priester des Erzbistums Paderborn ist, die Nachfolge auf dem seit 1997 vakanten Lehrstuhl von Professor Dr. Dr. Heribert Mühlen an.

Erzbischof Hans-Josef Becker, zugleich Magnus Cancellarius der Theologischen Fakultät, war sichtlich erfreut, als er Professor Dahlke die Ernennungsurkunde aushändigte. Er wünschte dem neuen Dogmatiker Gottes Segen für sein Wirken. Er hoffe zugleich auf eine "gute und langwährende Zeit an der Theologischen Fakultät Paderborn". "Nutzen Sie die Zeit zur Weiterprofilierung unserer Theologischen Fakultät."

Dankbar für die Neubesetzung des Lehrstuhls für Dogmatik und Dogmengeschichte zeigte sich auch der Rektor der Theologischen Fakultät, Professor Dr. Wolfgang Thönissen. Sein neuer Kollege sei eine wertvolle Bereicherung für das Kollegium und die Theologische Fakultät. Professor Dahlke habe schon in den ersten Wochen seiner Tätigkeit in Paderborn seine Kompetenzen eingebracht. "Es ist für Sie hier an unserer Theologischen Fakultät in Paderborn eine große Chance, zu forschen, zu publizieren, sich mit Kollegen und Studenten auszutauschen, Initiativen zu starten und so das Fach zu prägen."

Bereits in den ersten Wochen habe er die gute Zusammenarbeit an der Theologischen Fakultät schätzen gelernt, sagte Professor Dr. Dahlke. Weil er die Theologische Fakultät Paderborn bereits von seinem Studium kenne, sei vieles vertraut, wenngleich er jetzt als Lehrender sicherlich einen neuen Zugang habe.

In der Kapelle des Bischofshauses legte Professor Dr. Dahlke einen Eid ab und versprach "bei der Ausübung meines Amtes, das mir im Namen der Kirche übertragen worden ist, werde ich das Glaubensgut unversehrt bewahren und treu weitergeben und auslegen".

Geboren wurde Benjamin Dahlke 1982 in Bad Driburg. 2001 nahm er das Studium der Philosophie und katholischen Theologie an der Theologischen Fakultät Paderborn auf und erwarb hier 2006 nach Freisemestern in München das Diplom. Nach weiteren Studien in Mainz und Princeton/USA promovierte ihn die Katholische-Theologische Fakultät der Universität Mainz im Jahre 2009 mit einer Arbeit über "Die katholische Rezeption Karl Barths, 1922-1958". 2013 wurde er im Hohen Dom zu Paderborn zum Priester geweiht und war dann drei Jahre Vikar in Dortmund-Brackel. Die Habilitation folgte im Jahr 2015 in Mainz mit einer Arbeit über "Kritische Orthodoxie. Zum Umgang evangelischer und anglikanischer Theologen mit der Lehrformel von Chalcedon", erschienen im Bonifatius Verlag. Das vergangene Jahr verbrachte er noch einmal in den USA zu einem Forschungsaufenthalt.

Halten das fertige Kirchenkreis-Jubiläumsbuch in Händen: Superintendent Volker Neuhoff (v. l.) sowie die Herausgeber Gesine Dronsz und Richard Janus. Foto: Institut für Evangelische Theologie

Erzbischof Hans-Josef Becker (li.) gratulierte Professor Dr. Benjamin Dahlke im Beisein von Rektor Professor Dr. Wolfgang Thönissen (re.) zur Ernennung zum Professor der Theologischen Fakultät Paderborn. Foto: pdp / Thomas Throenle


"Kritische Orthodoxie" im Shop ansehen

04.12.2017: Neues Buch nimmt die weltweite Missionarsarbeit in den Blick

"Alles ist Geschenk. Missionare erzählen vom Alltag in ihren Gemeinden"

Unter dem Motto "Faire Arbeit. Würde. Helfen" steht die diesjährige Weihnachtsaktion des Lateinamerikas-Hilfswerks Adveniat, die sich zum Ziel gesetzt hat, für eine menschenwürdige Arbeit zu sensibilisieren. Im Umfeld der Eröffnungsfeier am vergangenen Wochenende hat Bonifatius-Autor Weihbischof Matthias König jetzt ein neues Buch vorgestellt, das den Fokus sowohl inhaltlich als auch geographisch ausweitet.

In "Alles ist Geschenk" erzählen Missionarinnen und Missionare aus dem Alltag in ihren Gemeinden rund um den Globus und davon, was die Menschen dort bewegt und was das für die Kirche bedeutet. So bietet es auch eine Fülle von Anregungen für die Pastoral in Deutschland. "Die Missionare berichten, wie der Geist Gottes Wachstum schenkt und Früchte hervorbringt, die auch uns in Europa, in Deutschland und im Erzbistum Paderborn nähren", schreibt Weihbischof König im Vorwort des Buches, für das er als Herausgeber fungiert. Im Laufe der letzten 160 hat das Erzbistum Tausende Männer und Frauen in die Mission entsandt, die auf allen Kontinenten gewirkt haben. Heute, in einer Zeit, in der die Mission weitaus weniger Zuspruch quer durch die Gesellschaft findet, sind es immer noch 69 Frauen und 52 Männer. Er spüre immer wieder, wie Mut machend es für seinen eigenen Glauben wäre, wenn diese von ihren Erlebnissen berichten, so König und schlussfolgert daraus: "Mission bleibt eine Wesensaufgabe des Glaubens und der Kirche."


"Alles ist Geschenk" im Shop ansehen

20.11.2017: Weltkirchliche Gäste besuchen Kirchengemeinden und Einrichtungen im Erzbistum Paderborn

Faire Arbeit. Würde. Helfen.

Paderborn (pdp). Am ersten Adventssonntag, 3. Dezember 2017, wird die Weihnachtsaktion des Lateinamerika-Hilfswerks adveniat bundesweit in Paderborn eröffnet. Das Erzbistum Paderborn ist damit Gastgeber für den bundesweiten Start der Weihnachtsaktion, die mit dem Leitwort "Faire Arbeit. Würde. Helfen." vor allem einen Blick auf die Arbeitsbedingungen in den Ländern Lateinamerikas lenkt. Mit einer Vielzahl von Veranstaltungen im gesamten Erzbistum wird das Anliegen von Adveniat thematisiert. Eine besondere Chance bieten Begegnungen mit den weltkirchlichen Gästen, die Kirchengemeinden und Einrichtungen im Erzbistum Paderborn besuchen. Eine Steuergruppe rund um Weihbischof (und Bonifatius-Autor) Matthias König bestehend aus Mitarbeitern des Erzbischöflichen Generalvikariats und von adveniat bereitet die bundesweite Eröffnung der Weihnachtsaktion vor.

Gäste aus Lateinamerika können zu Veranstaltungen und Gesprächen in ganz unterschiedlichen Kontexten von Kirchengemeinden oder Einrichtungen des Erzbistums Paderborn eingeladen werden. Dadurch ist ein Erfahrungsaustausch und Begegnung möglich, beispielsweise bei Pfarrfesten, Vorabendmessen, Gemeindegruppen, Firmvorbereitung, Adventscafés, in Kindertagesstätten mit Kindern oder mit deren Eltern, Bildungsveranstaltungen, Schulunterricht. Die Veranstaltungen und Besuche der weltkirchlichen Gäste sind am Vormittag, Nachmittag oder Abend möglich. Die spanisch- oder portugiesischsprachigen Gäste werden mit einem Übersetzer zur von Kirchengemeinden und Einrichtungen geplanten Veranstaltung kommen.

Die Gäste und deren Themen werden auf der Homepage adveniat.erzbistum-paderborn.de vorgestellt. Hier kann auch auf die von Ihnen geplante Veranstaltung hingewiesen werden, sofern sie öffentlich ist.

Halten das fertige Kirchenkreis-Jubiläumsbuch in Händen: Superintendent Volker Neuhoff (v. l.) sowie die Herausgeber Gesine Dronsz und Richard Janus. Foto: Institut für Evangelische Theologie

Steuergruppe des Erzbischöflichen Generalvikariats und von adveniat für die bundesweite Eröffnung der Weihnachtsaktion // Foto: pdp / Thomas Throenle


"Alles ist Geschenk" im Shop ansehen

17.11.2017: Montagsakademie: Pastoraltheologe Herbert Haslinger über den "Ort, an dem alles Wirkliche vorkommt"

Gott im Alltag erfahrbar

Das Profane und das Heilige nicht länger gegeneinander auszuspielen und sich stattdessen darauf zu verlassen, dass Gott gerade auch im Alltag erfahrbar ist, dafür hat sich der Paderborner Pastoraltheologe Professor Dr. Herbert Haslinger ausgesprochen. Am Montag, 13. November, hielt er bei der Montagsakademie der Theologischen Fakultät Paderborn einen Vortrag zum Thema "Der Alltag als Ort der Gotteserfahrung".

Zwar erfülle die "Unterscheidung zwischen profan und heilig für religiöses Leben und Erleben eine wichtige, unverzichtbare Funktion". Doch dürfe das nicht über die gravierende Problematik dieses Schemas hinwegtäuschen", sagte Professor Haslinger (Buch "Gemeinde – Kirche am Ort") im voll besetzten Audimax der Theologischen Fakultät. Diese bestehe darin, "dass im kirchlichen Kontext die ‚profan-heilig'-Dichotomie fast durchwegs mit der Dichotomie zwischen Alltag und Sonntag bzw. zwischen Welt und Kirche parallelisiert wird."

Viel zu oft "erscheinen die alltägliche Welt und die profanen gesellschaftlichen Orte, an denen Menschen ihr Leben bestreiten als dunkle, triste, wenig werthaltige, moralisch fehlgeleitete, gottferne Sphäre". Das habe sich "in Theologie und Kirche tief in Denken und Reden über Alltag und Welt eingeprägt", erklärte Professor Haslinger. Er bezeichnete es als ein "Drama der kirchlichen Rede von Alltag, dass dieser nach wie vor über weite Strecken als die schlechthinnige Gegenwelt zum Heiligen firmiert, als der Ort, an dem gleichsam per definitionem keine Begegnung mit Gott stattfinde."

Dabei sei gerade der Alltag "der Ort, an dem alles Wirkliche vorkommt: das Gute und das Schlechte, das Schöne und das Abstoßende, das Aufrichtende und das Belastende. Alltag ist die wirkliche Wirklichkeit, die Lebenswirklichkeit", betonte der Pastoraltheologe. Eben weil dieser "banale gewöhnliche Alltag der vornehmliche Ort ist, an dem der Mensch mit sich selbst konfrontiert ist, an dem Fragen nach seiner Existenz aufbrechen, an dem ihm seine Grenzen bewusst werden, wo er aber auch seinen Lebensantrieb und sein Hoffnungen spürt, kurzum: weil der Alltag der vornehmliche Ort der Selbst-Erfahrung des Menschen ist, ist er der vornehmliche Ort der Gotteserfahrung."

Professor Haslinger machte in seinem Vortrag aber auch deutlich, dass in der Kirche und im christlichen Glauben heilige Zeiten und Orte unbedingt dazugehörten und von entscheidender Wichtigkeit seien, eben "im Sinne herausragender, nicht alltäglicher Zeiten und Orte". Allerdings würden sie so gebracht, "wie eine Familie ihr Familienfest braucht: als Figuration ihres alltäglichen Lebens, die dieses alltägliche Leben bewusst erleben lässt und so dazu befähigt, es auf neue Weise gemeinsam zu leben." Darum nannte Professor Haslinger abschließend ein für ihn geeignetes "Prüfungskriterium für ein rechtes Verhältnis zwischen Alltag und heiligen Zeiten und Orten: Helfen diese, den Alltag auf stimmige, erfüllte, menschengerechte Weise zu leben."

Aufgrund des Doppeljubiläums der 1.000 Jahre alten Bartholomäuskapelle und der Domkirche auf dem 950 Jahre alten Imad-Fundament behandelt die beliebte Vorlesungsreihe der Theologischen Fakultät Paderborn aktuell das Thema "Gott begegnen an heiligen Orten". Damit soll ein wissenschaftlicher Beitrag zu den beiden Jubiläen in diesem und im nächsten Jahr geleistet werden.

Den nächsten Vortrag der Montagsakademie am Montag, 20. November, um 18.00 Uhr hält Professor Dr. Hans-Walter Stork aus Paderborn. Er spricht zum Thema "‚Heilige Orte' in kostbaren Manuskripten der Meinwerkzeit".

Bei der öffentlichen Vorlesungsreihe Montagsakademie der Theologischen Fakultät Paderborn halten bedeutende Vertreter aus Kirche und Wissenschaft in jedem Wintersemester immer montags um 18.00 Uhr im Auditorium Maximum (Klingelgasse/Ecke Liboristraße) rund 45-minütige Vorträge aus unterschiedlichen Blickwinkeln auf aktuelle, gesellschaftlich und theologisch relevante Themen und stellen sich anschließend der Diskussion.


"Gemeinde – Kirche am Ort" im Shop ansehen

16.11.2017: Buchneuerscheinung und Vorstellung an der PTHV

"Barmherzig führen – Typisch christlich – oder?"

Im Anschluss an das Symposium der Stiftung Bildung "Barmherzig führen. Typisch christlich – oder?", das am 01. Dezember 2016 im Maternushaus in Köln stattfand, ist nun der gleichnamige Band unter Herausgeberschaft von Prof. Dr. Dr. Holger Zaborowski, Rektor der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV), und Prof. Dr. Dr. Doris Nauer, Inhaberin des Lehrstuhls für Pastoraltheologie und Diakonische Theologie an der PTHV, erschienen. Für beide ist es das erste Buch, das sie im Bonifatius Verlag herausgeben.

Die Referentinnen und Referenten des Symposiums zeigen in diesem Band ob und wie barmherziges Führen möglich ist und welche Bedeutung Papst Franziskus‘ Erinnerung an die Barmherzigkeit für christliche Einrichtungen hat. Das Symposium und das Buch wurden unterstützt von der Stiftung Bildung im KKVD. Weitere Sponsoren des Symposiums waren die Curacon GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Münster, die Ecclesia Versicherungsdienst GmbH Detmold und die Franziskus-Stiftung für Pflege in Regensburg.

Das Buch wird am Freitag, den 15.12.2017, um 18 Uhr an der PTHV vorgestellt. Dazu möchten wir Sie oder eine Vertreterin/einen Vertreter Ihres Hauses sowie die interessierte Öffentlichkeit herzlich einladen. Vor Ort diskutieren werden Prof. Zaborowski, der Ethiker Dr. Erny Gillen sowie Christa Garvert, Stiftungsvorsitzende der Franziskus-Stiftung für Pflege und selbstständige Beraterin "Garvert-Beratungskonzepte". Zudem stellen an diesem Termin Prof. Zaborowski und Antonia Gottwald, von 2001-2007 engste Mitarbeiterin von Hans Kock, ihr gemeinsam herausgegebenes Buch "Licht – Mitte – Raum. Die Arbeiten des Bildhauers Hans Kock im Greifswalder Dom 1982-1989" vor.

Information zur PTHV: Die Philosophisch-Theologische Hochschule Vallendar (PTHV) ist eine kirchlich und staatlich anerkannte wissenschaftliche Hochschule (im Rang einer Universität) in freier Trägerschaft. Die Gesellschafter der PTHV gGmbH sind die Vinzenz Pallotti gGmbH und die Marienhaus Holding GmbH. Rund 50 Professoren und Dozenten forschen und lehren an der PTHV und betreuen etwa 450 Studierende beider Fakultäten.

Kontakt zur Pressestelle der PTHV: Verena Breitbach, Tel.: 0261/6402-290, E-Mail: vbreitbach@pthv.de Besuchen Sie uns auch im Internet unter: www.pthv.de


"Barmherzig führen" im Shop ansehen

08.11.2017: Kirchenkreis-Jubiläumsbuch ist erschienen

175 Jahre evangelisches Leben werden beleuchtet

Paderborn/Kreis Höxter/Lügde. Unter dem Titel „Als lebendige Steine lasst euch aufbauen zu einem geistlichen Haus“ ist jetzt im Bonifatius-Verlag das Buch zum Jubiläum „175 Jahre Evangelischer Kirchenkreis Paderborn“ erschienen. Das von Richard Janus und Gesine Dronsz herausgegebene Buch behandelt 175 Jahre evangelisches Leben in Ostwestfalen und beleuchtet verschiedene Aspekte des Kirchenkreises Paderborn, der 1840 gegründet wurde und 2015 sein 175-jähriges Bestehen gefeiert hat.

Der Band vereint auf über 300 Seiten verschiedene Beiträge, die die Geschichte des evangelischen Lebens im Kirchenkreis Paderborn nachzeichnen. Ebenso werden kunstgeschichtliche Aspekte thematisiert, indem auf Abendmahlsgeräte, Glocken, Bestattungskultur und die Renovierung der Abdinghofkirche geblickt wird. Entwicklungen nach dem Krieg, wie die Universitätsgründung, werden ebenfalls behandelt. Die Evangelische Studierendengemeinde und das Institut für Evangelische Theologie an der Universität Paderborn strahlen auch in den Kirchenkreis hinein. Zugleich wird der Blickwinkel auf die Zukunft geweitet. So bildet das biblische Leitwort des Kirchenkreises Paderborn "Als lebendige Steine lasst euch aufbauen zu einem geistlichen Haus" ein Fundament für die weitere Arbeit und Zukunft. Das Buch kostet 24,90 Euro.

Dr. Richard Janus ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Evangelische Theologie der Fakultät für Kulturwissenschaften der Universität Paderborn. Gesine Dronsz ist Studienrätin am Gymnasium der Stadt Rahden und unterrichtet dort Geschichte, Evangelische Religionslehre und Englisch.

Halten das fertige Kirchenkreis-Jubiläumsbuch in Händen: Superintendent Volker Neuhoff (v. l.) sowie die Herausgeber Gesine Dronsz und Richard Janus. Foto: Institut für Evangelische Theologie

Halten das fertige Kirchenkreis-Jubiläumsbuch in Händen: Superintendent Volker Neuhoff (v. l.) sowie die Herausgeber Gesine Dronsz und Richard Janus. Foto: Institut für Evangelische Theologie


„Als lebendige Steine lasst euch aufbauen zu einem geistlichen Haus“ im Shop ansehen

02.11.2017: Erwin Grosche liest aus neuem Buch in Paderborn

Warum der Hawaii-Toast auch schon bessere Zeiten gesehen hat

Wenn Erwin Grosche zu einer Lesung einlädt, kann man sich überraschen lassen. Der Kabarettist, Sänger und Filmemacher bietet dabei alles auf, was ihn bekannt gemacht hat. Grosche singt Lieder, zeigt Fotos (von Juliane Befeld), erzählt Geschichten und liest aus seinem neuen wunderbaren Buch. Da kann gelacht, geträumt und zugehört werden. Kleine weise Geschichten, die vom Glück, der Liebe und den Hunden erzählen. Sein neues Buch „Der alte Mann und sein Hund - oder Warum der Hawaii-Toast auch schon bessere Zeiten gesehen hat“ von mit Erwin Grosche und Juliane Befeld wird am 09.11.17 um 19.30 Uhr in der Buchhandlung Linnemann in Paderborn erstmals vorgestellt.


Der alte Mann ging mit seinem Hund spazieren.
Sie wollten nur um die Ecke gehen, aber auch um die musste gegangen werden.

Manchmal lauerten dort Abenteuer, die man sonst nur in der Ferne vermuten würde.  Die schwarze Katze aus dem Haus gegenüber konnte fauchen wie ein Tiger und der Mann, der nachts, mit einem Schlafanzug bekleidet, durch die Straßen lief, sah aus wie ein Unglücksbote. Das Abenteuer wird nicht gemütlicher, wenn man es zu Hause erleben muss. Aber dem Abenteurer ist es egal, wo er sich bewähren soll. Er ist bereit und fühlt sich gut, wenn er anderen aus der Patsche helfen kann. „Die Veränderung der Welt fängt um die Ecke an. Was nützt mir das Glück in Dörenhagen, wenn es in der Nachbarschaft am brodeln ist“, dachte der alte Mann.“
Aus „Der alte Mann und die Verlierer“

 

Erwin Grosche, Autor und Stadtführer, lässt keine Themen aus, die einen beschäftigen, wenn man mit offenen Augen durch die Welt geht. Da geht es um kurze Hosen und Indianer, um Werbesprüche und um die Liebe. Er lässt „seinen“ alten Mann nachdenken über das Alter und den Tod, über den Apfelkuchen und den Hawaiitoast. Da kennt sich jemand auf und blickt in die Ecken und Hinterhöfe, die man sonst keines Blickes würdigt. Der Alltagsphilosoph und Kabarettist unterhält mit seinen anrührenden Geschichten und entlockt dem Leser so manchen erkennenden Seufzer und manches befreiende Lachen. Juliane Befeld schafft dazu mit ihren wunderbaren s/w Fotografien dazu eine Atmosphäre,  die alle Geschichten unmittelbar und authentisch wirken lassen. Alle Erlebnisse erscheinen so, als wären sie tatsächlich geschehen und vom Autor nur als Chronist des Alltags aufgeschrieben worden. Erwin Grosche legt hiermit eine Liebeserklärung an die Menschen in seiner  Heimatstadt vor. Juliane Befeld hat sie fotografiert. Ein Buch, das Hoffnung macht und Kraft gibt. Zum Glück ist Paderborn überall.

 

Pressestimmen

"Nein, Grosches Erzählung ist kein plumper Klamauk. Sondern ein Buch über das Wunder der Welt, über die Dankbarkeit und über die Liebe, über Gemeinschaft und Zusammenhalt. Eines, das für seine Art der Katechese nicht umständlich argumentiert, sondern den direkten Weg über das Lachen nimmt."
Michael Rottmann (Kirche und Leben – Das katholische ONLINE-MAGAZIN) über "Wie ich mit Gott eine Matratze kaufte"

"Wer anders als der Paderborner Kleinkünstler und Autor könnte so unschuldig, undogmatisch und ohne jede Peinlichkeit über das Phänomen Gott schreiben? Und das, ohne sich selbst zu verleugnen. Auch Grosches neuer Erzählband steckt voller Slapstick-Ideen und skurriler Momente, wie sie nur Erwin Grosche zufliegen.  Ein schöner, oft auch nachdenklich machender Lesespaß."
Walter Gödden (Westfalenspiegel)
 


Auf einen Blick: Buchvorstellung

"Der alte Mann und sein Hund"

Lesung mit Erwin Grosche und Juliane Befeld

Wann?
Am Donnerstag, den 9. November 2018 um 19:30 Uhr

Wo?
In der Buchhandlung Linnemann (Westernstraße 31)
 

"Der alte Mann und sein Hund" im Shop ansehen

"Wie ich mit Gott eine Matratze kaufte" im Shop ansehen

18.10.2017: Der Bonifatius Verlag auf der Buchmesse Frankfurt 2017

Ein Rückblick

Wenn in Frankfurt einmal im Jahr das große Stelldichein der Buchbranche stattfindet, ist natürlich auch der Bonifatius Verlag dabei. Wie in den Vorjahren teilten wir uns den Gemeinschaftsstand des Katholischen Medienverbands (KM.) mit vielen weiteren Mitgliedsverlagen. Und ebenfalls wie in den Vorjahren gab es wieder zahlreiche Veranstaltungen auf dem zum Stand gehörenden "Autorensofa": Lesungen, Interviews und Podiumsdiskussionen wechselten sich ab.

In der Zeit vom 11. bis 15. Oktober 2017 kamen rund 280.000 Menschen aufs Messegelände und damit noch einmal ein paar Tausend mehr als im Vorjahr. Auch am Bonifatius-Stand konnte wir uns über mangelnden Zuspruch nicht beklagen. Daneben blieb dennoch ausreichend Zeit, um sich mit den Kollegen benachbarter Verlage über aktuelle Entwicklungen und Trends auszutauschen. Und nicht zuletzt haben uns einige unserer Autoren am Stand besucht. Darüber möchten wir hier im Folgenden einen kleinen Überblick geben:

Wie katholisch ist Deutschland eigentlich heute noch?

Den Anfang machte am Donnerstag unser Autor Andreas Püttmann, der im moderierten Gespräch auf dem Autorensofa interessante Zahlen aus seinem Buch "Wie katholisch ist Deutschland ..." vorstellte und hierbei zunächst auf deutliche Unterschiede zwischen den beiden Konfessionen aufmerksam machte. Im weiteren Verlauf sprach er über die ideologischen Verschiebungen nach Rechts innerhalb der katholischen Kirche und die Auswirkungen auf die Gesellschaft und generelle Tendenzen innerhalb derselben. Hierbei richtete sich sein Blick nachvollziehbarerweise stark auf die AFD, zu der sich Püttmann in letzter Zeit dezidiert geäußert hat. Gerade im Umfeld der Bundestagswahl vor einigen Wochen war Püttmann ein häufig angefragter Gesprächspartner, um eine Einordnung des so genannten Rechtsrucks innerhalb unserer Gesellschaft vorzunehmen. Im Vorfeld seines Auftritts ließ es sich Herr Püttmann bei seinem Besuch am Verlagsstand selbstredend nicht nehmen und stand für ein Foto zur Verfügung. In lockerer Atmosphäre tauschte man sich außerdem über die Rezeption des Buches durch Medienvertreter, aber auch das ein oder andere Leserfeedback aus (mit im Bild: Claudia Auffenberg, Lektorin).

Neues Buch über die Frauenorden in Deutschland erscheint noch in diesem Jahr

Ebenfalls am Donnerstag besuchte uns der Journalist und Bonifatius-Autor Alfred Herrmann am Stand, der im Jahr 2014 bereits das Buch zu den Männerorden in Deutschland veröffentlichte. Zwar hatte er keinen Auftritt auf dem Autorensofa, offiziell wurde es dennoch:

Zusammen mit der stellvertretenden Vorsitzenden der Deutschen Ordensobernkonferenz Schwester Regina Pröls sowie den Verlagskollegen Gisela Appelbaum (Lektorin) und Rolf Pitsch (Verlagsleiter und Geschäftsführer der Bonifatius GmbH) präsentierte er den neuen Band zu den Frauenorden. Ein gut gehütetes Geheimnis sei an dieser Stelle gelüftet: Bei dem Buch auf dem Foto handelt es sich um einen extra für die Buchmesse gebastelten Dummy. Das Buch erscheint im November, kann aber hier heute schon vorbestellt werden.

Immer wieder die katholischen Verbände

Am Freitag fand dann der Auftritt von Heinrich Wullhorst statt, ehemaliger Pressesprecher des Kolpingwerkes Deutschland. Mit seinem Buch "Leuchtturm oder Kerzenstummel?" über den Zustand der katholischen Verbände und vor allem seinen zahlreichen Auftritten vor Ort sorgte er zuletzt für eine spürbare Vitalisierung innerhalb der verbandsinternen Debatten um eine zukünftige Existenzberechtigung und Ausrichtung.

Seinen Auftritt hat er im Nachgang zu einem kleinen Video zusammengeschnitten:


"Wie katholisch ist Deutschland ..." im Shop ansehen

"Sich Gott nähern" im Shop ansehen

"Leuchtturm oder Kerzenstummel?" im Shop ansehen

05.10.2017: Bistumsweite Eröffnung am 8. Oktober in St. Ewaldi in Dortmund

Im Monat der Weltmission ein Zeichen der Hoffnung

Paderborn (pdp). Der Monat der Weltmission und damit der Sonntag der Weltmission am 22. Oktober 2017 haben im Erzbistum Paderborn eine gute Tradition: In dieser Zeit steht die größte weltumspannende Solidaritätsaktion der Katholiken im besonderen Fokus. Das Erzbistum Paderborn lädt gemeinsam mit dem katholischen Hilfswerk missio unter dem Leitwort "Du führst mich hinaus ins Weite" zur aktiven Teilnahme ein. Am 22. Oktober 2017 wird in über 100 Ländern die Kollekte zum Sonntag der Weltmission gehalten, die für die Arbeit der 1.100 ärmsten Diözesen in Afrika, Asien und Ozeanien bestimmt ist. 2016 sammelte das Erzbistum Paderborn für diese Kollekte 286.668 Euro, die weltweit rund 87 Millionen Euro erbrachte.

Die diözesane Eröffnung des Sonntags der Weltmission findet jedes Jahr in einem anderen Dekanat statt, 2017 im Dekanat Dortmund. Zum Eröffnungsgottesdienst mit Weihbischof und Bonifatius-Autor Matthias König und Pfarrer Ludger Hojenski am Sonntag, 8. Oktober 2017 um 18 Uhr in der Pfarrkirche St. Ewaldi in Dortmund-Aplerbeck, sind alle Interessierten ganz herzlich einladen ebenso zum anschließenden weltkirchlichen Fest. Pfarrei St. Ewaldi, Dortmund-Aplerbeck, Egbertstraße 15.

"Ich freue mich sehr, wie großzügig die Gläubigen im Erzbistum Paderborn mit ihrem Beitrag zum Sonntag der Weltmission weltkirchliche Solidarität lebt. Diese Verbundenheit im Gebet und in der finanziellen Unterstützung hilft der Ortskirche in Afrika, dem Nahen und Mittleren Osten, Asien und Ozeanien ungemein dabei, in ihren oft von Gewalt, sozialer Ungleichheit und Armut geprägten Gesellschaften ein Zeichen der Hoffnung zu sein", sagte Weihbischof Matthias König. "Ich bitte die Gläubigen, auch in diesem Jahr für die Kirche in Burkina Faso ein Zeichen dieser Hoffnung zu setzen", so der Bischofsvikar für Aufgaben der Weltkirche und Weltmission.

In diesem Jahr steht die Kirche in Burkina Faso im Mittelpunkt des Sonntags der Weltmission. Im Erzbistum Paderborn berichtet Abbé Charlemagne Sawadogo aus seinem Heimatland und wie die Hilfe der Kollekte zum Sonntag der Weltmission wirkt. Er wird vom 07. bis 13. Oktober im Erzbistum Paderborn zu Gast sein. Abbé Charlemagne Sawadogo setzt sich für Kinder und Jugendliche ein, die in illegalen Goldminen leben und arbeiten. Er kümmert sich als Jugend- und Kinderseelsorger um sie, wirbt für den Schulbesuch und plant die Errichtung von drei "Zentren der Begleitung" in der Nähe der drei größten illegalen Goldminen mit Versammlungs- und Unterrichtsräumen sowie einer Erste Hilfestation und einem Gebetsraum. So verwirklicht er, was Papst Franziskus von der katholischen Kirche fordert: Eine Kirche der Armen und für die Armen zu sein.


"Alles ist Geschenk" im Shop ansehen

05.09.2017: Andreas Püttmann in ARD-Dokumentation

"Kreuz ohne Haken – Die Kirche und die Rechten"

Die Sendung zeigt, wie und mit welchen Mitteln Geistliche konfessionsübergreifend aufgrund ihres Engagements für Geflüchtete unter Druck gesetzt werden. Gleichzeitig werden Antworten gesucht, wie auf diese Angriffe reagiert werden kann. Einer der zu Wort kommenden Betroffenen ist der katholische Journalist und Buchautor Andreas Püttmann.

Neben einer Vielzahl von ehrenamtlichen Helfern haben auch die Kirchen ihren Anteil daran, das die Aussage "Wir schaffen das" keine leere Floskel geblieben ist. Doch durch ihre eindeutige Stellung sind sie alle seitdem Angriffen von Rechts ausgesetzt.

Im Umfeld der kommenden Bundestagswahl, bei der erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik wieder eine rechte Partei den Einzug ins Parlament schaffen kann, fängt die Dokumentation die Stimmungen im Land ein und versucht, Antworten zu geben auf die Frage, wie man auf diese Attacken reagieren kann.

Ein Film von Dominique Klughammer und Stefan Suchalla, abrufbar in der Mediathek der ARD.


"Wie katholisch ist Deutschland ..." im Shop ansehen

23.08.2017: Heinrich Wullhorst im Gespräch bei Bibel.tv

"Das Ende der Verbände?"

Zugegeben, die Frage ist vielleicht provokant formuliert. Zu Unrecht gestellt ist sie jedoch nicht – oder?

Im Gespräch mit Daniel Deman erläutert Heinrich Wullhorst, wie er auf die Frage gekommen ist, wie (s)eine mögliche Antwort aussieht und was er bei der Unternehmung, diese Antwort zu finden, erlebt hat.

Die Sendetermine im Überblick:

11.09.2017, 22:00 Uhr
12.09.2017, 11:30 Uhr
13.09.2017, 23:30 Uhr
15.09.2017, 03:15 Uhr
18.09.2017, 00:00 Uhr

Hinweis: Wer nicht so lange warten möchte, kann bereits jetzt die ganze Sendung als Youtube-Video bei uns auf der Produktseite zum Buch anschauen.

"Leuchtturm oder Kerzenstummel?" im Shop ansehen

08.08.2017: Bonifatius-Autoren sind regelmäßig im Radio zu hören

"Kurzes Atemholen"

Wussten Sie das? Bonifatius-Autoren lassen sich nicht nur sehr gut lesen, einige von Ihnen kann man auch oft hören. Im Radio zum Beispiel. Sie sprechen die Morgenandacht, das Wort zum Tag oder sind anderweitig in Sendungen eingebunden. Als Podcasts kann man viele der Beiträge auch später noch nachhören.

In dieser Woche spricht Dominikus Schwaderlapp, Weihbischof im Erzbistum Köln und Autor des 3x7-Titels "Die Herzen zum Himmel" die Morgenandacht im WDR. Für ihn ist diese Radioarbeit "eine Chance, die beste Botschaft der Welt zu bezeugen." Eine Übersicht seiner Beiträge finden Sie hier

Anfang Juli konnte man eine Woche lang Weihbischof Matthias König (Erzbistum Paderborn) auf dem morgendlichen Weg ins Büro hören, wenn man wollte. König ist Herausgeber des kommenden Buches "Alles ist Geschenk", in dem Missionare aus ihrem Lebens- und Glaubensalltag berichten und interessante Parallelen zum kirchlichen Alltag in unseren Regionen erkennen lassen. Königs Beiträge kann man z. B. hier im Podcast hören oder auch als Mitschrift nachlesen.

Bereits zu Beginn des Jahres hatten wir in diesem Blogbeitrag auf Claudia Niesers Beiträge in der Deutschlandfunk-Reihe "Morgenandacht" hingewiesen. Man kann sie über die angegebenen Links zurzeit immer noch abrufen. Ebenso wie die einiger weiterer Bonifatius-Autoren, die über das bisherige Jahr verteilt auf verschiedenen Kanälen und in unterschiedlichen Formaten zu hören waren, beispielsweise Pater Eberhard von Gemmingen ("Mutausbrüche"), Ulrich Lüke ("Als Anfang schuf Gott ... den Urknall" (3x7-Reihe)) oder Sabine Pemsel-Maier, Mitherausgeberin des kommenden zwei Bände umfassenden Titels "Basiswissen Ökumene" und Claudia Auffenberg, Lektorin im Bonifatius Verlag.

Für Interessierte lohnt sich auch weiterhin ein regelmäßiger Blick in die Programmplanung der Radiostationen, z. B. hier oder hier und ein Besuch der Mediatheken.

Und vor allem natürlich: Die Ohren offen zu halten.

06.06.2017: Neues Buch befasst sich mit der Zukunft der katholischen Verbände

"Leuchtturm oder Kerzenstummel?"

Bleiben die katholischen Verbände wichtige Leuchttürme in Kirche und Gesellschaft? Oder sind sie wirklich nicht mehr „aus dieser Zeit“, wie es der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck im Mai 2016 bei einer Veranstaltung in der katholischen Akademie „Die Wolfsburg“ formuliert hat?

Dieser Frage geht Heinrich Wullhorst in seinem Buch "Leuchtturm oder Kerzenstummel?" nach, das aktuell im Paderborner Bonifatius Verlag erschienen ist.

Gesellschaft und Kirche befinden sich in einer ähnlichen Umbruchzeit wie in der Gründungsphase der Katholischen Verbände in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Auch die Kirche verändert sich zunehmend. Volkskirchliche Strukturen lösen sich auf, große Verwaltungseinheiten werden in vielen Bistümern auf den Weg gebracht und als Lösungsweg angepriesen. Das bringt bei vielen Katholiken schmerzhafte Verluste von Heimat und Nähe mit sich. Der Fokus auf das enge soziale Umfeld und die Nähe zu den Menschen sind es aber, die gerade Verbände in der Vergangenheit stark gemacht haben. Hier liegen auch ihre Chancen in der Zukunft. Allerdings nur dann, wenn die sie in ihren Zentralen, aber besonders auch auf den unterschiedlichen regionalen und lokalen Ebenen nicht in Selbstgefälligkeit erstarren, sondern profiliert neue Wege gehen.

In „Leuchtturm oder Kerzenstummel“ geht es Wullhorst im Kern um die Frage, was von der früheren Strahlkraft der Katholischen Verbände hinein in die Gesellschaft geblieben ist. Es liegt an ihnen selbst, ob sie Gestalter der zukünftigen Gesellschaft sein wollen, also als Leuchttürme strahlen, oder ob sie sich lediglich als Hüter einer Tradition sehen, die wie eine Kerze im Stummel verglüht. Das Buch beinhaltet auf der einen Seite die Sicht der Verbände auf sich selbst, auf ihre Herausforderungen und Ziele. Auf der anderen Seite bietet „Leuchtturm oder Kerzenstummel“ auch den Blick von außen auf die Organisationen. Hierzu tragen eine Vielzahl von Gesprächspartnern bei. Zu ihnen gehören der Osnabrücker Bischof Bode, der Seelsorgeamtsleiter im Bistum Hildesheim, Christian Hennecke oder der Rektor der Katholischen Fachhochschule NRW, der Pastoraltheologe Hans Hobelsberger. Abgerundet wird die Bestandsaufnahme durch Stimmen aus dem Zentralkomitee der Katholiken sowie Einschätzungen von Medienvertretern und Politikern wie zum Beispiel Karl-Josef Laumann oder Karl Schiewerling.

„Verbände haben in dieser Welt auch in der Zukunft noch etwas zu sagen, sie müssen es allerdings profiliert, selbstbewusst und lautstark tun“, ist eine der Schlussfolgerungen im Buch. Denn richtig verstanden und zeitgemäß umgesetzt bleiben die Ideen hinter dem, was Menschen wie Johann Gregor Breuer oder Hedwig Dransfeld getan haben, weiter aktuell.


Zurzeit ist Heinrich Wullhorst an vielen Orten im Land mit dem Buch auf Lese- und Diskussionsreise.
Hier finden Sie alle Termine laufend aktualisiert. Falls Sie Interesse daran haben, ebenfalls eine Veranstaltung mit dem Autor zu organisieren, können Sie entweder Herrn Wullhorst direkt kontaktieren oder mit dem Verlag Kontakt aufnehmen.

"Leuchtturm oder Kerzenstummel?" im Shop ansehen

24.05.2017: Andreas Püttmann über die Bedeutung der katholischen Kirche in Deutschland

Meinungsstark und faktensicher

Debatten anzustiften, ist dem Bestsellerautor Andreas Püttmann schon 2010 mit seinem Buch „Gesellschaft ohne Gott“ gelungen. Im gerade erschienenen Nachfolger "Wie katholisch ist Deutschland ..." geht es um die Bedeutung des Katholizismus in Deutschland.

von Karl-Martin Flüter

Andreas Püttmann ist ein Mensch der Zahlen. Das betont er gerne, vielleicht auch, weil es ihn in bestimmter Weise einzigartig macht. Das Forschungsgebiet des promovierten Politikwissenschaftlers und Publizisten ist die katholische Kirche. Konkrete Fakten spielen viel zu selten eine Rolle, wenn um die Rolle der Kirche in der Gegenwartsgesellschaft öffentlich debattiert wird. Nicht so bei Andreas Püttmann. Seine Veröffentlichungen lassen vermuten, dass er Hunderte Statistiken und Studien über die Kirche gesammelt und intensiv ausgewertet hat. Er nutzt diesen überreichen Fundus mit fast spitzbübischer Freude. Fehleinschätzungen, Vorurteile und unzulässige Verkürzungen über die Kirche zu korrigieren, ist ihm ein Vergnügen – und er hält dieses Zurechtrücken von Einschätzungen für dringend notwendig. „Ich möchte das Selbstbewusstsein des Katholischen wieder aufbauen“, sagt er.

"Wie katholisch ist Deutschland ...", schreibt der Autor harmlos im Titel, um schon im Untertitel mit einer weiteren Frage wider den Stachel zu löcken: „… und was hat es davon?“ Die Unzufriedenheit, dass der Katholizismus in Deutschland ungerecht behandelt wird, treibt Andreas Püttmann um – und wer ähnlich empfindet, der kann sich in diesem Daten- und argumentationsreichen Buch mit derart vielen Belegen, Beweisen und Fakten versorgen, dass er so gut wie jede Kritik am Katholischen zumindest entkräften kann.

In drei großen Kapiteln gibt Andreas Püttmann Antwort auf seine im Titel gestellten Fragen. Er blickt zurück auf die Ausgrenzung der katholischen Kirche im protestantischen Preußen, erinnert an die katholisch geprägte Bonner Republik, analysiert die „Underdog-Ängste“ der Katholiken in der Berliner Republik, schreibt über die wechselnde öffentliche Wahrnehmung von Papst Benedikt XVI. und untersucht, wie sehr die Aufregung über den Missbrauchsskandal und die „Limburger Geisterfahrt“ berechtigt oder auch öffentlich aufgebauscht war – immer gestützt auf valides Zahlenmaterial.

Im zweiten Kapitel untersucht der Politologe den katholischen Beitrag zum Gemeinwohl der Bundesrepublik. Sein Fazit: Katholiken sind überdurchschnittlich oft staatstreue, vorbildliche Bürger. Das liegt an Wesenseigenschaften, die die Kirche in Lehre und Alltag vermittelt. Dazu gehören die Ausrichtung an einer christlichen Ethik sowie ein „anthropologischer Realismus“, der es katholisch sozialisierten Menschen erleichtert, die Unzulänglichkeit des sündigen Menschen zu akzeptieren. Eine zentrale Rolle spielt die „Ordo-Orientierung“. Katholiken reagieren positiv auf Ordnung: klare Regeln, eindeutige Zuschreibungen. Das ist im guten Falle eine staatstragende Eigenschaft, im schlechtesten Fall, wenn Katholiken sich innerlich von ihrer Kirche und deren Ethik entfernt haben, öffnet es eine Tür, die anfällig für autoritäre Verführungen macht.

Das führt direkt ins dritte Kapitel. Dort nimmt sich der aus vielen aktuellen Quellen schöpfende Autor die „unheilige Allianz katholischer Rechtsausleger“ vor. Püttmann scheut vor harten Urteilen nicht zurück. Mit einem Interview bei der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) hatte er für Aufsehen gesorgt, als er die AfD und deren katholische Parteigänger scharf kritisierte.

Die „politisch-ethischen Irrlichtereien“ von Rechtskatholiken der Weimarer Republik wiederholten sich heute, sagt der Politologe: „Dass dabei sogar (ältere) katholische Sozial-ethiker mitmischen, die eigentlich einen komplexeren Moralbegriff und Sinn für historisch-politische Zusammenhänge haben müssten, ist für die in der Bonner Republik lange dominierende Richtung dieser Fachdisziplin ein Offenbarungseid.“ Der konservative Püttmann befürchtet: „Die demokratisch-rechtsstaatliche Grundierung“ dieser national-konservativen Katholiken „erweist sich nun als nicht wetterfest“.

Auf jedes Wetter vorbereitet ist dagegen Andreas Püttmann. Er ist kühler Analyst seiner Kirche und ihr Verteidiger, ein konservativer Katholik und Kritiker national-konservativer Umtriebe, ein Propagandist christlicher Werte und ein Kritiker der Ökumene, bei der er die katholische Kirche benachteiligt sieht.

„Wie katholisch ist Deutschland …“ ist ein Rundumschlag, ein Buch, das seine Leser auf jeder Seite um neue Erkenntnisse bereichert. Die Informationsdichte kann den Leser zuweilen überfordern. Doch seine Faktenkenntnis und erstaunliche Beschlagenheit in der Kirchengeschichte der Neuzeit kann man dem Autor schwerlich zum Vorwurf machen.

Eine Empfehlung der Bonifatius-Buchhandlungen in Paderborn und Dortmund

"Wie katholisch ist Deutschland ..." im Shop ansehen