Judäo-Christentum

Die gemeinsame Wurzel von rabbinischem Judentum und früher Kirche

Andreas Bedenbender (Hg.)

Kartoniert, 05. Oktober 2012

24,90 EUR

inkl. 7 % MwSt.

  • 1. Auflage
  • 196 Seiten
  • ISBN: 978-3-89710-469-3

Koproduktion mit der Evangelischen Verlagsanstalt

Zum Inhalt

Religionsgeschichtlich standen sich das rabbinische Judentum und die frühe Kirche näher, als beiden wohl lieb war. Wie Jakob und Esau stritten sie um Erwählung und heilsgeschichtlichen Primat, aber wie Jakob und Esau stammten sie, als ungleiche Zwillinge, von ein und derselben Mutter ab, dem Judentum um die Zeitenwende. Zwischen den beiden entstehenden Orthodoxien entwickelte sich darum ein komplexes Wechselspiel aus Faszination und Abstoßung. Der amerikanische Judaist Daniel Boyarin erkennt hier einen "Kessel zerstrittener, dissonanter, manchmal freundlicher, öfter feindseliger, üppiger religiöser Produktivität", für den er in einem seither viel diskutierten Buch den Begriff "Judäo-Christentum" einführte. In enger Orientierung an einschlägigen Quellentexten beschäftigen die sich in diesem Band versammelten Beiträge mit verschiedenen Aspekten des "Judäo-Christentums". Das Buch ist insbesondere für jene gedacht, die sich vom Nachdenken über die gemeinsame Wurzel von rabbinischem Judentum und früher Kirche neue Impulse für die Auslegung neutestamentlicher oder rabbinischer Texte erhoffen. Das Judentum um die Zeitenwende: Ursprung sowohl des rabbinischen Judentums als auch der frühen Kirche - ein komplexes Wechselspiel aus Faszination und Ablehnung! Sich an einschlägigen Quellentexten orientierend, untersucht die Beitragssammlung verschiedene Aspekte des Judäo-Christentums. Die spannende Lektüre erschließt neue Zugangsweisen für jüdische und christliche Theologen und Exegeten; an der Frühgeschichte des Christentums und den Kirchenvätern Interessierte; Mitglieder der Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit, am christlich-jüdischen Dialog Interessierte.