Die Synagogengemeinde Werl von 1847 bis 1941

Hans-Jürgen Zacher (Autor)

Kartoniert, 04. März 2010

27,90 EUR

inkl. 7 % MwSt.

  • 1. Auflage
  • 184 Seiten
  • ISBN: 978-3-89710-426-6

Zum Inhalt

"Über den Zeitraum eines knappen Jahrhunderts, ausgehend vom Gesetz zur Regelung der Verhältnisse der Juden vom 23. Juli 1847 bis zum Tod des letzten Vorstehers im Jahre 1941, wird das Leben der jüdischen Gemeinde Werl beschrieben. Anhand von zum Teil schwer entzifferbaren handgeschriebenen Protokollen der Repräsentantensitzungen wird ihr religiöses, soziales und kulturelles Wirken verdeutlicht. Vorstands- und Repräsentantenwahlen, Reformversuche und Reformen der jüdischen Gemeinde sind präzise dargestellt und belegt, die Assimilierung an die christliche Umwelt sowie soziale und karitative Einrichtungen werden herausgestellt. Der Autor beschreibt minutiös das Schicksal der Juden in einer Kleinstadt Westfalens von ersten antisemitischen Ausschreitungen bis zur systematischen Vernichtung. Besonders interessant ist nicht nur die Veröffentlichung der Architekturzeichnungen der alten und neuen Synagoge. Die historischen Fotos werden größtenteils erstmals veröffentlicht; ebenso die Namensliste der in den Konzentrationslagern ermordeten jüdischen Bürgerinnen und Bürger Werls. Überraschenderweise ist es dem Autor dank seiner beharrlichen Nachforschungen auch gelungen, verschollene Steine der im Jahr 1894 umgebauten und 1938 in der Pogromnacht zerstörten Synagoge wieder ausfindig zu machen. Das Bild auf dem Titelcover zeigt das bisher einzige Foto des Innenraums der Werler Synagoge – es wurde kurz vor der Zerstörung aufgenommen – sowie zwei der aufgefundenen Originalsteine."