Das Studienheim St. Klemens für Priesterspätberufene

Bad Driburg, Belecke, Aschaffenburg und Paderborn (1922-2010). Zur Geschichte der ersten Schule des Zweiten Bildungswegs zum Abitur im deutschen Sprachraum

Rainer Hohmann (Hg.)
Ulrich Schulz (Hg.)

Gebunden, 13. September 2012

36,90 EUR

inkl. 7 % MwSt.

  • 1. Auflage
  • 681 Seiten
  • ISBN: 978-3-89710-524-9

Zum Inhalt

Die Geschichte des Studienheims St. Klemens für Priesterspätberufe Bad Driburg wird hier nach gründlicher Quellenrecherche erstmals wissenschaftlich fundiert und im Zusammenhang dargestellt. Die Autoren folgen in ihrer Darstellung der Chronologie und beginnen das insgesamt neun Kapitel umfassende Standardwerk mit der Vita des Gründers und Pioniers des Zweiten Bildungswegs, des Prälaten Bernhard Zimmermann (1880-1969), der die Einrichtung seit ihrer Gründung im Jahr 1922 in Warstein-Belecke bis zum Ende der 1950er-Jahre entscheidend prägte. Einzelne Abschnitte widmen sich der Neuerrichtung des Studienheims in Bad Driburg im Jahr 1927/28, den Filialgründungen in Aschaffenburg und Paderborn sowie der Schulschließung in der Zeit des Nationalsozialismus. Ein Kapitel stellt den Lübecker Märtyrerpriester Eduard Müller vor, Absolvent der Einrichtung, der im Jahr 2011 seliggesprochen wurde. Der Neuanfang nach 1945, welcher der Schule als „Gymnasium Clementinum“ die volle staatliche Anerkennung brachte, wird ausführlich geschildert, ebenso die erfolgreichen 1950er- und 1960er-Jahre mit hohen Schülerzahlen. Ein Ausblick auf die Jahrzehnte nach 1960 beschließt das Buch. Die Studie liefert einen entscheidenden Baustein zur Geschichte des Zweiten Bildungswegs im deutschen Sprachraum, der – lange bevor er durch den Staat ab Mitte der 1960er-Jahre flächendeckend eingerichtet wurde – im Studienheim St. Klemens 1922 seinen Anfang genommen hat. Die Texte sind zu Kapitelende jeweils reich bebildert. In einem ausführlichen Anhang werden Personenlisten mitgegeben, die nicht nur alle Vorkriegsschüler der Einrichtung und alle erfolgreichen Abiturienten der Nachkriegszeit umfassen, sondern auch das gesamte Ausbildungs- und Leitungspersonal (Hausgeistliche, Lehrkollegium) sowie alle Mitarbeiter in Hauswirtschaft und Verwaltung (inklusive Ordensschwestern).

Dem Buch ist ein Datenträger (DVD) beigefügt, auf dem sich sämtliche Hauszeitschriften in digitalisierter Form finden, die seit der Gründung des Clementinums herausgegeben wurden – insgesamt ein Kompendium von 223 Heften und 35 Sonderausgaben.