Reinher von Paderborn - Computus Emendatus

Herausgegeben, kompiliert, übersetzt und ergänzt mit Erläuterungen zur Computistik und zu Reinhers Werk und Person von Werner Herold

Werner Herold (Hg.)

Gebunden, 27. Oktober 2011

34,80 EUR

inkl. 7 % MwSt.

  • 1. Auflage
  • 230 Seiten
  • ISBN: 978-3-89710-493-8

Aus der Reihe:
Studien und Quellen zur Westfaelischen Geschichte

Zum Inhalt

Mit dem COMPUTUS EMENDATUS warb 1171 der Paderborner Magister, Domherr und Domdechant Reinher für eine Kalenderreform 400 Jahre vor dem gregorianischen Kalender von 1582. Mit Erkenntnissen seines Traktats argumentierten der Marienfelder Mönch Zoestius OCist und Cusanus auf dem Baseler Konzil von 1431, wenngleich sie im Autor irrten. Wegen der Kunstfertigkeit wurde der COMPUTUS EMENDATUS u. a. Albertus Magnus zugeschrieben. Der Herausgeber der vorliegenden Veröffentlichung stellt den COMPUTUS EMENDATUS auf der Basis von drei bisher bekannten und zwei von dem Autor wiederentdeckten Manuskripten in einer kompilierten archetypähnlichen Fassung und in erster deutscher Übersetzung vor. Die Einleitung gibt einen Abriss der mittelalterlichen Komputistik bis zur gregorianischen Kalenderreform 1582, eine Einführung in den COMPUTUS EMENDATUS und einen Überblick über Reinher als Scholaster, Kanonikus und Domdechant. Die besondere Leistung des Reinher wird verdeutlicht. Der Anhang enthält Details zur Person des Reinher und zur Komputistik. Die Existenz des Reinher bestätigen fünfzehn von ihm bezeugte Urkunden (acht Quellentexte als Farbtafeln), die in Lateinisch und erstmals in Deutsch wiedergegeben werden. Gezeigt wird ferner der in griechischer Schrift geschriebene römische Steinkalender des Hippolyt mit lateinischer und deutscher Übersetzung. Ein Glossar dient dem Zugang zu heute weniger gebräuchlichen Fachausdrücken und ein Index dem Zugriff über Stichwörter.