Der Beginn der Neugotik im Sakralbau Westfalens

Norbert Aleweld (Autor)

Gebunden, 19. November 2014

49,80 EUR

inkl. 7 % MwSt.

  • 1. Auflage
  • 371 Seiten
  • ISBN: 978-3-89710-520-1

Aus der Reihe:
Studien und Quellen zur Westfaelischen Geschichte

Zum Inhalt

Die Neugotik in Westfalen und Lippe ist bisher nur punktuell und in Monografien einzelner Baumeister bearbeitet worden. Eine flächendeckende Untersuchung wurde noch nicht erstellt. Die vorliegende baugeschichtliche Untersuchung beschränkt sich auf die Zeit von etwa 1830 bis 1855, in der der neugotische Sakralbau die klassizistischen Bauideen überwinden konnte. Die Zielsetzung intendiert die Dokumentation der in dieser Zeit erstellten Kirchen, Kapellen und Gruftkapellen sowie die Erstellung einer lückenlosen Baugeschichte dieser Bauten. Die Darstellung ihrer Architektur in Baubeschreibungen, die mit 319 Abbildungen belegt werden, erfolgt mit der Zielsetzung, Arbeitsgrundlagen für denkmalpflegerische Aufgaben zu erstellen. Das Hauptziel ist es jedoch, die geistigen und theologischen Umbrüche in diesem Zeitraum zu erfassen, die letztlich zur Überwindung des von den Ideen des Rationalismus und der Aufklärung getragenen Klassizismus führten. Die Auswertung einer umfangreichen Erforschung der archivalischen Quellen sowie eine Dokumentation der begleitenden Zeiterscheinungen und -bewegungen erbringen erstaunliche Erkenntnisse für den westfälischen Raum. Der Verfasser belegt, dass die bisher als konservativ und wenig bewegungsfreudig geltende Provinz Westfalen erstaunlich frühzeitig die neugotischen Bauideen aufnahm. Aus einer breiten Phalanx von Architekten, Episkopaten, dem Klerus, Adel, Dichtern, Schriftstellern und Historikern formte sich noch vor der Mitte des 19. Jahrhunderts eine weit ausgreifende „neugotische Bewegung“. Mit dem Erneuern des christlichen Bewusstseins entdeckte sie die Wirkkräfte der Geschichte und projizierte deren Ideen in die Gegenwart.

mit 319 s/w-Abbildungen