06.06.2017: Neues Buch befasst sich mit der Zukunft der katholischen Verbände

"Leuchtturm oder Kerzenstummel?"

Bleiben die katholischen Verbände wichtige Leuchttürme in Kirche und Gesellschaft? Oder sind sie wirklich nicht mehr „aus dieser Zeit“, wie es der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck im Mai 2016 bei einer Veranstaltung in der katholischen Akademie „Die Wolfsburg“ formuliert hat?

Dieser Frage geht > Heinrich Wullhorst in seinem Buch > "Leuchtturm oder Kerzenstummel" nach, das aktuell im Paderborner Bonifatius Verlag erschienen ist.

Gesellschaft und Kirche befinden sich in einer ähnlichen Umbruchzeit wie in der Gründungsphase der Katholischen Verbände in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Auch die Kirche verändert sich zunehmend. Volkskirchliche Strukturen lösen sich auf, große Verwaltungseinheiten werden in vielen Bistümern auf den Weg gebracht und als Lösungsweg angepriesen. Das bringt bei vielen Katholiken schmerzhafte Verluste von Heimat und Nähe mit sich. Der Fokus auf das enge soziale Umfeld und die Nähe zu den Menschen sind es aber, die gerade Verbände in der Vergangenheit stark gemacht haben. Hier liegen auch ihre Chancen in der Zukunft. Allerdings nur dann, wenn die sie in ihren Zentralen, aber besonders auch auf den unterschiedlichen regionalen und lokalen Ebenen nicht in Selbstgefälligkeit erstarren, sondern profiliert neue Wege gehen.

In „Leuchtturm oder Kerzenstummel“ geht es Wullhorst im Kern um die Frage, was von der früheren Strahlkraft der Katholischen Verbände hinein in die Gesellschaft geblieben ist. Es liegt an ihnen selbst, ob sie Gestalter der zukünftigen Gesellschaft sein wollen, also als Leuchttürme strahlen, oder ob sie sich lediglich als Hüter einer Tradition sehen, die wie eine Kerze im Stummel verglüht. Das Buch beinhaltet auf der einen Seite die Sicht der Verbände auf sich selbst, auf ihre Herausforderungen und Ziele. Auf der anderen Seite bietet „Leuchtturm oder Kerzenstummel“ auch den Blick von außen auf die Organisationen. Hierzu tragen eine Vielzahl von Gesprächspartnern bei. Zu ihnen gehören der Osnabrücker Bischof Bode, der Seelsorgeamtsleiter im Bistum Hildesheim, Christian Hennecke oder der Rektor der Katholischen Fachhochschule NRW, der Pastoraltheologe Hans Hobelsberger. Abgerundet wird die Bestandsaufnahme durch Stimmen aus dem Zentralkomitee der Katholiken sowie Einschätzungen von Medienvertretern und Politikern wie zum Beispiel Karl-Josef Laumann oder Karl Schiewerling.

„Verbände haben in dieser Welt auch in der Zukunft noch etwas zu sagen, sie müssen es allerdings profiliert, selbstbewusst und lautstark tun“, ist eine der Schlussfolgerungen im Buch. Denn richtig verstanden und zeitgemäß umgesetzt bleiben die Ideen hinter dem, was Menschen wie Johann Gregor Breuer oder Hedwig Dransfeld getan haben, weiter aktuell.


Zurzeit ist Heinrich Wullhorst an vielen Orten im Land mit dem Buch auf Lese- und Diskussionsreise.
> Hier finden Sie alle Termine laufend aktualisiert. Falls Sie Interesse daran haben, ebenfalls eine Veranstaltung mit dem Autor zu organisieren, können Sie entweder Herrn Wullhorst direkt kontaktieren oder mit dem Verlag Kontakt aufnehmen.

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